...und wird zu Die Irrlichterkette!
Das Ganze wird aber noch seine Zeit dauern, es ist drüben längst nicht alles eingerichtet, es sind hier noch über tausend Beiträge, die drüben per Hand ergänzt werden müssen uswusf. Also: Verdammt viel Arbeit. Der Hauptgrund für den Umzug liegt daran, dass ich das Bloggen in der Zukunft auf professionellerem Niveau betreiben will (das heißt aber nicht: Geld damit verdienen) und dafür einfach das Blog auf meinem eigenen Webspace liegen haben muss, auch damit ich flexibler mit dem Design und den dort liegenden Medien arbeiten kann. Nach so langer Zeit wird es auch mal Zeit für eine Veränderung, auch wenn das vermutlich heißt, dass die ganzen Besucher, die hier täglich herkommen, verloren gehen, weil sie den Wechsel nicht mitmachen bzw. sich an diese Seite gewöhnt haben (es ist leider erfahrungsgemäß immer so mit Webseitenumzügen, dass min. die Hälfte der Nutzer zurückbleibt).
Bitte updated euere Bookmarks entsprechend und kommt rüber ins neue kuschelige Heim. Ich freue mich :).
Sebastian.
Montag, 19. Januar 2009
r3lite zieht um!
Freitag, 16. Januar 2009
Freistil (CXC): Rebbi, der Virus bei StudiVZ
Der Beitrag über den StudiVZ-Virus Rebbi findet sich inzwischen hier auf meinem neuen Blog: StudiVZ-Virus Rebbi!
Falls jemand wissen will, wie er den Virus loswerden kann, kann er mir über die dort unter "Contact" angegebene Mail-Adresse ja schreiben.
Sonntag, 11. Januar 2009
Freistil (CLXXXIX)
Ich weiß jetzt, wo das Versteck des Eichhörnchens ist. Ich habe es genau beobachtet.
Dienstag, 6. Januar 2009
Freistil (CLXXXVIII)
Mehr getrieben als Akteur,
hinter den Schatten sitzend -
spiele auf den Saiten des Silbenmaßes
mach auf des Wirbels Sturm:
Es düstert.
Samstag, 27. Dezember 2008
Freistil (CLXXXVII)
Rentierwurst schmeckt nach Wald. Sie schmeckt salzig, das viele Räuchern hat ihr außerdem viel von ihrem eigentlichen Geschmack entzogen, genau soviel, dass der salzige Rauchgeschmack, der an ihren weiten Weg aus irgendeinem kleinen Ort in Finland erinnert, wo sie von Menschen, die in der Natur leben, auf einer Art hergestellt wurde, die vor allem ihre lange Haltbarkeit im Winter garantiert, noch nicht ganz ihr eigentlicher Kern geworden ist. Der Kern ist noch die Natur selbst. Ich habe nur zwei dünne Scheiben gegessen, denn die Wurst gehört mir nicht, sie war ein Geschenk für meinen Vater, aber der Geschmack löste in mir das immer latent vorhandene Bedürfnis aus, mir selbst eine Hütte in einer gottverlassenen Gegend in Skandinavien zu bauen und dort den Rest meines Lebens zu verbringen. Na, vielleicht liegt dieses Gefühl auch an dem Buch, das ich gerade lese. Oder daran, dass ich seit einer Woche mit meiner Kamera in der Oberpfalz herumstreune, mich einen Dreck um die restliche Welt schere und mein Gesicht fast schon von einem Vollbart bedeckt ist.
Dienstag, 23. Dezember 2008
Freistil (CLXXXVI)
Neue Verse,
alte Lieder:
Alle Jahre wieder:
tausend Schilde,
tausend Bilder,
tausend Nächte.
Ich tanze im Garten mit Licht
und weine mich dann in den Schlaf
ob der verlorenen Jahre aus Nichts.
Donnerstag, 11. Dezember 2008
Freistil (CLXXXV)
Keimling (III)
Ein schmutziger Schneeball, das war unser Weihnachtgeschenk für den alten Mann, der drohend die Faust hob, als wir es ihm überreichten, indem wir an seiner Haustüre klingelten, uns schnell auf die gegenüberliegende Straßenseite verzogen und den Schneeball in seine Richtung beförderten, als er in der Tür erschien. Er hatte die Faust noch in der Luft und glaubte an einen ganz normalen Klingelstreich (und er hatte auch jedes Recht dazu, das zu glauben, denn tatsächlich schellten wir des öfteren auf dem Nachhauseweg von der Schule aus purer Freude über seine oft zur Schau gestellte Wut darüber bei ihm an der Tür), als ihn der Schneeball direkt im Gesicht erwischte. Der alte Mann blieb einfach versteinert stehen, den Mund geöffnet vor Verblüffung, die Rechte weiterhin erhoben.
In meiner inzwischen das reale Ereignis überlagernden Erinnerung, die von meinen Alpträumen von jenem Nachmittag geprägt ist, die ich in späteren Jahren plötzlich bekam, die mich überrollten wie ein Flashback von einem schlechten Drogenerlebnis, öffnet sich der Mund in dem zerfurchten, mit Dreck und matschigem Schnee bedeckten Gesicht anschließend immer weiter, wächst zu einem schwarzen Loch von der Größe eines Autoreifens an, und wir sitzen auf der anderen Seite der Straße und sind unsererseits starr vor Verblüffung und schierer Angst vor dem, was dort drüben, neben dem ganz normalen Wohnblock passiert. Das schwarze Loch seines Mundes, das in meinem Alptraum seine Überraschung über das plötzliche Eindringen in sein Leben auf uns reflektiert, ist so beschaffen, dass man es nicht anblicken kann, aber gleichzeitig hin gucken muss, falls sie verstehen, was ich meine. Es ist unerträglich grotesk und es sieht einen eher von sich aus an (ich glaube erst seit diesem Alptraum diesen Aphorismus von Nietzsche über den Abgrund richtig verstanden zu haben), aber man kann den Blick nicht abwenden, weil man zu sehr davon hypnotisiert ist, weil es fast pulsiert und zu einem spricht. Dave, einer der beiden anderen Jungs, die mit mir dort waren und auch in dem Traum dort sind (auch wenn wir in dem Traum alle bereits um die 20 sind und keine Kinder mehr), scheißt sich anschließend in die Hose. Und zwar nicht metaphorisch, sondern im wörtlichen Sinne. Mit einem lauten Geräusch. Als der Geruch meine Nase erreicht, bemerke ich, dass der alte Mann näher gekommen ist. Er steht plötzlich mitten auf der Straße und nicht mehr vor dem Haus. Aber er bewegt sich immer noch nicht, scheint immer noch wie versteinert. Man kann jetzt die Jahre in den Falten in seinem Gesicht lesen. Die Jahre, in denen wir ihn immer und immer wieder gequält haben mit unseren Streichen. Das schwarze Loch an der Stelle, an der vorher sein Mund war, gehört nicht wirklich zu ihm, auch wenn er es hervorgebracht hat, auch das kann man aus der näheren Perspektive erkennen, wenn die Erkenntnis auch nicht optisch, sondern eher per Gefühl zustande kommt.
Meistens wache ich an der Stelle auf. Ich weiß, was der Traum mir sagen will. Er will mich auf die Leerstelle hinweisen, auch wenn mir diese Erklärung an manchen Tagen zu einfach erscheint. Sie müssen wissen, dass ich, einige Wochen nach dem tatsächlichen Ereignis, das der Traum verarbeitet, einen Unfall hatte. Ich brach beim Schlittschuh laufen in einen See ein und lag anschließend ganze 4 Jahre im Wachkoma. Als ich aufwachte, war ich nicht mehr derselbe Mensch. Ich hatte fast meine ganze Pubertät verpasst, und gerade diese Zeit ist wichtig für einen jungen Mann, wenn er ein nicht völlig gestörtes Verhältnis zu sich und seiner Persönlichkeit aufbauen soll. Stellen sie sich vor, sie brechen als Kind in einen See ein und wachen auf als jemand, der plötzlich mit Mädchen schlafen will und dem plötzlich Haare auf dem Sack wachsen, um mal nur die zwei völlig offensichtlichen Dinge zu nennen. Es ist völlig unmöglich, das zu begreifen. Es ist, als würde man als jemand anders wieder aufwachen, physisch und körperlich total verändert. Vermutlich haben die Psycho-Fritzen recht und der Traum weist wirklich einfach nur auf diese Leerstelle hin. Und darauf, was sie aus mir gemacht hat. Und genau davon wollte ich Ihnen erzählen....
Donnerstag, 20. November 2008
Freistil (CLXXXVI)
Glück (Im Sinne von "luck"): Wenn man minutenlang in verkehrter Richtung eine Einbahnstraße entlang fährt, es dann plötzlich bemerkt, wendet und wenn dann just in der Sekunde, in der man das Wendemanöver beendet hat, hinter einem eine Polizeistreife in jene Straße einbiegt.
Dienstag, 18. November 2008
Freistil (CLXXXV)
Geplante Wachsamkeit,
verplanter Schlaf,
verträumt im Freibad,
blick herab
auf die Savanne meines Ichs.
Dienstag, 4. November 2008
Freistil (CLXXXIV)
Du kennst sie von den Gänseblümchen,
sie singt und singt und singt.
Entreiß doch mal der Ewigkeit:
Ein bisschen Gegenwart, Du Tor.
Sonntag, 26. Oktober 2008
Freitag, 10. Oktober 2008
Freistil (CLXXXII)
Glück.
Als ich heute morgen erwachte und erst nach einer kurzen Phase der Orientierungslosigkeit den Lichtschalter fand, wunderte ich mich über zwei Dinge: Einerseits kam es mir etwas seltsam vor, dass anscheinend erneut die Glühbirne defekt war, denn das Zimmer blieb trotz meines mehrfachen Versuches, die Deckenlampe in Betrieb zu nehmen, stockdunkel, andererseits fragte ich mich, warum mein Schädel so brummte, hatte ich am Abend zuvor doch keinerlei Alkohol zu mir genommen. Ich wankte leicht verwirrt ins Badezimmer und bemerkte erst dort, dass mein ganzer Kopf von Tausenden von Marienkäfern bedeckt war.
Freitag, 26. September 2008
Freitag, 19. September 2008
Freistil (CLXXX)
Zehn kleine Mitbringsel aus den Wortschatzland (V):
Bandsalat
Wurmfortsatz
Kerbholz
geziemt
Gefilde
Schalmei
Persiflage
Wischmopp
Rabauke
unentwegt
Montag, 15. September 2008
Freistil (CLXXIX)
"Ich hasse mich für meine Emotionalität und meine Instabilität. Ich hasse mich für die Art und Weise, wie ich mich selbst manchmal lähme und blockiere, wie ich Dinge grundsätzlich nur aus dem schwärzesten Blickwinkel wahrnehmen kann. Ich bin dabei einfach nur auf der Suche nach einem ganz normalen Leben und nach Menschen, denen ich bedingungslos und permanent vertrauen kann, ich beneide heimlich diejenigen meiner Mitmenschen, die in meinem Alter schon so etwas wie eine eigene Familie haben. Auf der Suche nach etwas Magie im Alltag, das bin ich maximal. Und auf der Flucht vor der Kunst, die mich immer wieder mit ihren manchmal kalten, erbarmungslosen Händen packt und der es so scheißegal ist, wie ich mich fühle, wenn sie mich dazu zwingt, Dinge zu tun, mich vergewaltigt. Sie ist immer da und wird immer da sein, aber sie nimmt mich nicht in den Arm", sagte er.
"Du willst also bedingungslos geliebt werden?", lachte der alte Mann. "Früher gab es solche Dinge, mein Junge. Früher. Heute kannst Du froh sein, wenn sich überhaupt irgendjemand einen Dreck um etwas anderes als sich selbst schert. Du bist dummerweise genau in einer Zeit geboren, in der ein Übergang zu etwas anderem stattfindet, das noch nicht ganz klar ist und Du musst Dich damit arrangieren. Wenn Du Menschen beneidest, die Familie haben, dann beneidest Du nur Illusionen, nur vereinzelte, reaktionäre Verhaltensweisen, die nichts mehr damit zu tun haben, wie die Menschen heute wirklich sind. Die rational beste Lösung ist die, dass Du selbst zu einem Egoisten, oder, wenn Du das aus irgendeinem Grunde nicht kannst, gleichgültig wirst und nur noch auf Dich selbst vertraust. Alles andere zerstört Dich über kurz oder lang. Freu' Dich über die Kunst, freu' Dich, dass sie Dich ausgesucht hat, ihrer Liebe kannst Du Dir sicher sein. Menschen, die an das Gute im Menschen glauben, überleben heute hingegen in der Regel nicht besonders lange."
"Aber ich möchte gerne glauben", sagte er. "Vielleicht sind das nicht in jedem Fall nur Illusionen."
"Ich sehe schon, Du bist noch nicht soweit. Du musst erst noch tiefer fallen. Oder viel öfter", antwortete der Alte und kicherte gehässig in seinen Bart, schadenfroh über die Dinge, die mir seiner Meinung nach zwangsläufig noch zustoßen würden.
Freitag, 12. September 2008
Freistil (CLXXVIII)
Das langerwartete Computerspiel "Spore" des SIMS-Erfindes Will Wright soll, wenn man den Kritiken glauben darf, ein ziemlicher Flop sein. Der im Spiel integrierte 'Creature Editor' (in der deutschen Version 'Spore Labor'), der zusätzlich als Standalone-Programm veröffentlicht wurde (und zwar in einer kostenlosen Version und einer Version mit mehr Features für 10 Euro) ist wirklich atemberaubend: Er erlaubt es jedermann mit spielerischer Leichtigkeit dreidimensionale Wesen zu erschaffen, die sich lebensecht animieren lassen. Man wählt dazu aus hunderten verschiedener Basisteile die gewünschten aus, pflanzt sie dem vorher erstellten Körper an beliebiger Stelle auf und bringt dann die neuen Bestandteile in einem Prozess, der dem Spielen mit Knetmasse nicht unähnlich ist, in die gewünschte Form. Das wiederholt man, bis man das Gefühl hat, dass die eigene Kreatur nun vollendet ist. Anschließend kann man sie in einer Art Testgelände herumlaufen lassen, ihr Befehle erteilen und die Aktionen per Videocapture festhalten um sie anschließend auf einer Videoplattform wie z.B. youtube der ganzen Welt zu zeigen.
Und weil das nicht annähernd beschreibt, wie extrem spannend und originell das Ganze ist und wieviel von seinem eigenen Stil man in die Schöpfung einbringen kann, habe ich für meine bislang erschaffenen Kreaturen einen eigenen Zoo eingerichtet, der sich hier findet. Wer eher auf knuddelige oder lustige Wesen steht, der darf bei youtube unter dem Suchbegriff 'Spore Creature' etwa 142.000 Videos bislang erstellten Schöpfungen bewundern, die in etwa die Vielfalt der Möglichkeiten zeigen.
Mittwoch, 20. August 2008
Dienstag, 19. August 2008
Samstag, 2. August 2008
Freistil (CLXXV)
Schwulstlastig, erhobenen Mutes und freigeistig,
die leichtere Luft wie ein Opiat inhalierend,
gehe ich in Vergangenheit und Zukunft zugleich.
Mittwoch, 9. Juli 2008
Der Musikjournalist (IV)
Das kommende Album der amerikanischen Post-Grunge-Band Staind namens "The Illusion Of Progress" (Atlantic, VÖ: 05.09.) bekamen wir nicht als physische Promo-CD, sondern lediglich als Webstream zur Rezension. Abgesehen davon, dass man mit dem verwendeten Programm nicht einmal alle Tracks nacheinander abspielen kann, ändert der große Aufwand (es musste extra eine Promoterin die Mailadressen an die internationale Abteilung der Plattenfirma weiterleiten, die dann ihr wiederum einen Account im internen Bereich bei wmg.com für jeden einzelnen Schreiber einrichteten die personalisierten URLs für den Stream zurückschickten) leider auch nichts daran, dass die Platte zwar besser ist als die unterirdischen Versuche von Nickelback und 3 Doors Down, den Grunge nochmal in einer billigeren Version zum Mainstream zu machen, aber der Titel dennoch den Inhalt vorwegnimmt.
