Montag, 11. Juni 2007

If I was a colour... (2007)

Freistil (XXVII)

Zomething About You (June 2007)

Kussmaschine, Du,
mit Früchten auf dem Büstenhalter,
isst fettige Holzofenpizza
und singst leise zu Massive Attack;

Ich: Katzenjammer, Du: Schwanengesang,
und dann wieder Sterne zählen in Quadranten
und Lippenberührungen in Schätzschritten.

Be- und Verzaubernd, das.

Freistil (XXVI)

Ein Umweg über Niemandsland (June 2007)

Schwarzes Einhorn, nächtens,
auf der B22, zwinkernd.

Auf der Gegenspur parallel, so will ich jetzt auch laufen.

Komm sofort her, Welt, ich knutsch Dich dreihundertmal, du verrücktes Huhn.

Freistil (XXV)

Du hast natürlich Recht: Es war schwer zu erkennen im Dunkel, aber ich habe es sehr deutlich gesehen, weil meine Wahrnehmung aus dem Grunde geschärft ist, dass ich schon seit langer Zeit immer auf schwarze Autos achte, die mir zu ähnlichen Uhrzeiten begegnen könnten und denen ich dann ausweichen muss, aber damit werde ich jetzt aufhören.

Wort für Wort (XVIII)

"Hi, ich wollt' Dich fragen, ob wir uns vielleicht heute Abend treffen wollen." – "Nein, wir wollen uns nicht treffen, also, Du willst das wohl schon, wie Du klingst, aber ich nicht. Wir treffen uns nie wieder, denn ich bin sehr verliebt in jemanden, der nicht Du bist." – "Warum zum Teufel tust Du das?" – "Der Teufel hat diesesmal echt nichts damit zu tun, eher das Einhorn und das, was Elisa mir geraten hat." – "Was redest Du da für eine gequirlte Scheisse?" – "Egal, das ist nicht wichtig für Dich. Wichtig ist: Ich tue das nicht, sondern es passiert einfach. Verstehst Du den Unterschied? Es ist nicht irgendwie zwanghaft oder fühlt sich falsch an, wie bei meinen bisherigen Versuchen, auf Menschen zuzugehen. So wie leider auch bei Dir." - "Ich hasse Dich, Sebastian. Ich hasse Dich."

NeuRosen (IX)

Meine neueren Studien haben ergeben, dass erstaunlicherweise doch nicht alle Frauen nicht-pfeifende, zehensockentragende, das Vegetariertum pflegende Diven mit einem schweren psychischen Schaden sind, die chinesisches Essen hassen und keinen auch nur im Ansatz nachvollziehbaren Musikgeschmack haben. Wobei das mit den Zehensocken noch das harmloseste Problem ist.

Metareflexion, yeah! (IV)

Hier geht's jetzt gleich Schlag auf Schlag und dabei fast immer nur an Dich. Entschuldige, ich bin eben so, verbiete es mir, wenn's Dich stört.

Freitag, 8. Juni 2007

NeuRosen (VIII)

Dinge, die ich einfach nicht bin (I):

-Ich bin nicht Dein verdammter Psychiater, C.
-Ich bin auch kein DSA-Fan mehr, B.
-Ich bin nicht in Dich verliebt und war es nie, L.
-Ich bin kein Mensch, der an das Jenseits glaubt, P., auch wenn Du ziemlich überzeugend bist.
-Ich bin weder ein Kameramann noch ein Schauspieler, T.
-Ich bin nicht überrascht, dass Du Dich nicht gemeldet hast, K.
-Ich bin niemand, den Du einfach so wiedersehen wirst, I.
-Ich bin nicht locker und selbstbewusst, J.
-Ich bin nicht der Typ, der mit seinen Eltern, Geschwistern und ihren Freunden am Lagerfeuer sitzt, das diese gerade in dieser Sekunde veranstalten.
-Ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht schon damit anfange, Dich permanent zu vermissen, Z.
-Ich bin nicht der Selbstkritiker, der spätestens jetzt die Forderung erheben würde, diese Kategorie endlich komplett aus dem Blog zu verbannen.

Wort für Wort (XVII)

"Ich find Dich scheisse, weil Du ein Huso bist." - "Was ist ein Huso?" - "Sowas wie ein Entenhuso, nur menschlich." - "Tut mir echt leid, aber was ist ein Entenhuso?" - "Sowas wie ein Huso, nur entlich."

Struggle (2006)

Rückspiegel (VII)

Dear P.,

Ich habe ziemlich oft an Dich gedacht in den letzten Woche, nicht nur wegen dem Geburtstag. Ich habe ein paar Tage lang gedacht, dass Du sozusagen die Mutter aller Menschen bist, die mich jemals verlassen haben oder verlassen werden. Später habe ich den Gedanken wieder verworfen, weil Du mich nicht verlassen hast, sondern ich Dich gehen ließ und nicht mitkam. Und ich habe endlich mal jemandem von Dir erzählt, auch wenn es nur ein paar Sätze waren.

Ich bin der letzte, der an solchen esoterischen Dreck glaubt, aber ich weiß, dass Du das ein bisschen an solchen Dinge gehangen hast: Als ich heute Duschen ging und die Kette abnehmen wollt, riss sie ab. Es riss nicht das Lederband, sondern das Metall riss. Das klirrende Geräusch des Anhängers, der auf die Fliesen fiel, brachte mich fast dazu, ohnmächtig zu werden.

Wenn das ein Zufall ist, dann ist es ein verdammt guter. Und wenn nicht, dann lasse ich Dich hiermit wissen, dass ich die Nachricht erhalten habe, dass Du noch immer verdammt viel Sinn für Timing und Melodramatik hast und dass ich die Kette trotzdem irgendwie reparieren lassen werde. Ich hoffe, es gibt dort drüben Internet ;)...

Dankeschön.

Wort für Wort (XVI)

"Warum bürstest Du gerade jetzt deine Haare?"

Freistil (XXIV)

Wer klingelt nachts um zwei an meiner Tür? Ach, es ist der verrückte Theaterwissenschaftler, der mich abholen will, um mit mir auf eine vierzig Meter hohe, stillgelegte Fabrik zu klettern, wegen der Aussicht.

Wild Growth (in Red) (2007)

Vor-Sätze (II)

Das allerletzte Mixtape für Dich, das ich hoffentlich nie aufnehmen werde, wird den Titel "Losing Contact" tragen und es wird genau dieselben Bands wie das Erste enthalten, in umgekehrter Reihenfolge, mit den jeweils seltsam-obskursten Songs, die ich von ihnen kenne.

Mittwoch, 6. Juni 2007

Instant Poetry (VI)

Blätter benennen!
Und Zeichnen!
Sieh nur: Alles ist zärtlich!

Dienstag, 5. Juni 2007

The Shape Of Feeling Things (2007)

Freistil (XXIII)

Chasing the silent ones [rabbits] further down the hole. So defenceless, so defenceless. I'd like to wrap my arms around you and press my lips against your name. Oh, please, do that again. And again. And again. And again. And again. And again. And again. And again. And again. And again. And again. And again. And again (continued, virtually)

NeuRosen (VII)

Ich habe offenbar kein schlechtes Gewissen mehr. Zumindest kommuniziert es nicht mehr mit mir, auch wenn es immer wieder verspricht, das zu tun. Vielleicht brechen ja jetzt endlich die Dämme, von denen Du mir einmal erzählt hast. Zu wünschen wäre es mir, sonst muss ich wirklich in die Leere gehen, die verlockend und glückversprechend hinter dem angebissenen Horizont wartet. Wenn ich wirklich dorthin gehen muss, dann werde ich nicht alleine gehen, der Wolf kommt mit mir und ist dann nicht mehr weiterverschenkbar. Und dann erlebe ich endlich nur noch mich selbst. Erinnerst Du Dich an die allererste Nachricht, die ich Dir schrieb? Sie ist so plötzlich näher an der Wahrheit als je zuvor, wie paradox diese Kraft namens Zeit doch wirkt.

Ich liebe die Ebenen nicht, ich verabscheue sie sogar, ich lebe in Sinuskurven, in dem Punkt gleiche ich Zarathustra. Oh, alles schläft noch und stöhnt von bösen Erinnerungen, warte, bis es endgültig erwacht. Dann wird alles groß, größer als alles, was ihr jemals gesehen habt, ihr Nichtsahnenden. Ich bin nicht bescheiden in der Liebe. Ich war es nie.

Freistil (XXII)

The Tale Of The Man And The Cave (2007)

While sailing somewhere
around nothing,
I had to lose you
to find your songs.

Define somewhere,
you think and I'll write to
redefine me anyway.

While sailing somewhere
around nothing,
I had to lose everything
to be able to come back home.

Define home,
you think and I'll scream
and drink and smash my head against a wall just to
forget where I belong.

Oh, girl,
the irony is so thick, you could cut it up with a knife
(cut me up, too, please,
this is not what they call a life)

Hands down, it makes me dream, smile and laugh,
the one who laughs longest, laughs last, they say,
well, I'm gonna laugh till I cry.

Montag, 4. Juni 2007

Vor-Sätze (I)

Der nächste, der versuchen sollte, mich dazu zu zwingen, die Widmung von einem meiner Bilder zu ändern oder ganz zu entfernen, fliegt ohne irgendwelche Diskussionen hochkant aus meinem Leben raus.

A Subconscious View On Salad (2007)

Freistil (XXI)

Unzitat (I)

Ich zähle die Spinnen, die in mich reinkriechen. Ich zähle die Spinnen, die in mich reinkriechen. Ich zähle die Spinnen. Ich zähle und zähle.

Wort für Wort (XV)

"Und was würdest Du an meiner Stelle tun?" – "Woher soll ich das wissen? Ich weiß ja nichtmal, was ich an meiner Stelle grade mache."

Sonntag, 3. Juni 2007

NeuRosen (VI)

Ich düfte hier gar nicht mehr sein. Aber ich bin dennoch hier. Ich hasse die Regeln, die diese Leute erfunden haben und die Jeder für selbstverständlich, oder, in einigen, ganz politisch korrekten Fällen, sogar für fast naturgegeben hält. Und immer dann, wenn ich diese Regeln breche, stehe ich entweder wie ein Idiot oder wie ein Verrückter da, völlig egal, wie tolerant die ganze Welt angeblich ist.

Leck mich kreuzweise am Arsch, Kritiker.

Der Selbstkritiker (II)

"Wenn Du betrunken in dieses Blog postest (total Zeitgeist und völlig Hip, wie ich rede, nicht?), dann endet das fast immer in ekelerregender Melodramatik, die Dich für jeden, der Dich nicht näher kennt, als EMO-Kind dastehen lässt, weil sowas wie die "Ich-bin-sensibler-Künstler"-Nummer heute einfach nicht mehr angesagt ist. Der Letzte, der in seinem Selbstmitleid baden und dabei cool aussehen konnte, war Kurt Cobain, aber selbst der hat es gewusst: Im Alter droht Gesichtsverlust, hahaha, also bitte: Lass es einfach. Und, Nein: Gefühlsduselige SMS an Leute schreiben, die zufällig in Deinem Handyspeicher gelandet sind, ist dann genausowenig 'ne gute Alternative, wie Ähnliches bei irgendwelchen Web-2.0-Diensten wie dem unvermeidlichen StudiVZ zu tun. Ich weiß, dass Du zumindest virtuell sehr kommunikativ bist, aber heute üben wir die Abstinenz, also geh' verdammt nochmal einfach ins Bett, Maestro, und träum' irgendwas surreales von adligen, porzellanhäutigen Hofdamen aus dem 16.Jahrhundert, denen Lederpeitschen aus den Augenhöhlen wachsen."

Ten years after having a girlfriend that was ten years older than me ten years ago, I suddenly realize that her letters were quite clichéd and...


...that my own personality hasn't really changed in the meantime.

Instant Poetry (V)

Konstruktion für David

Konstruktion, immer vorhanden,
bei Oma so übel,
fast nur lang,
doch der Knaller,
nicht bei Oma, doch in der Tinte,
der war gelb.

Da wurde es zentral.

Wort für Wort (XIV)

"Redest Du auch irgendwann mal über was anderes als über Sex?" - "Wie lang ist Dein Schwanz?" - "Hallo? Hörst Du mir zu?" - "Das ist doch nicht Sex, das ist Anatomie."

Freitag, 1. Juni 2007

A Hole In The Ground (2007)

Freistil (XX)

Wenn meine Couch irgendwann Gravitationen entwickeln sollte, werde ich sie auf den Sperrmüll werfen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist aber deswegen schon ziemlich gering, weil ich gar keine Couch besitze.

Wort für Wort (XIII)

"Was macht der denn da?" – "Nach was sieht es denn aus?" – "Er zeichnet deinen Schatten auf den Boden." – "Siehst Du, da hast Du Dir Deine Frage doch schon beantwortet." – "Dann lass mich die Frage neu formulieren: Warum zeichnet dieser Typ Deinen Schatten auf den Boden?" – "Damit ich drüberspringen kann, natürlich."

NeuRosen (V)

Ich wette, dass ich die Kennzeichen von mindestens zwei Dritteln aller sich längerfristig in Bayreuth befindlichen schwarzen VW-Polos schon mindestens einmal bewusst gelesen habe. Einige kenn ich sogar schon auswendig.