Freitag, 1. Februar 2008

Briefing (XI)

Liebes Mädchen aus dem Internet, das meine neue Stalkerin werden zu wollen scheint,

bitte hör’ endlich damit auf, mir eMails und Nachrichten zu schreiben, die Titel tragen wie „geteilter Schmerz“. Ich bin kein beschissener Emo, sondern das genaue Gegenteil davon, das hast Du aber anscheinend grundlegend missverstanden. Ich weiß ehrlich gesagt nichteinmal, wie Du auf meine Seite in der billigen Web 2.0-Absteige kamst, in der ich Dir auffiel und woher Du meine eMail-Adresse bekommen hast, und, um völlig offen zu sein, interessiert es mich auch nicht. Und dass Du traurig darüber bist, versehentlich die zwei für Dich so „bedeutsamen“ Zeilen gelöscht zu haben, die ich Dir als Antwort auf Deine erste Nachricht geschickt hatte, zeigt doch nur wie fern wir uns sind, denn Ich selbst habe alle Deine ellenlangen Nachrichten ohne zu zögern entsorgt, nachdem ich sie nur flüchtig überflogen und als bedeutungslos eingeordnet habe. Es braucht ein bisschen mehr, um mich zu beeindrucken. Aber versteh’ das jetzt bitte nicht als Aufforderung miß, mir weiter zu schreiben, denn Du hast nichts von dem, was ich in den Menschen suche, mit denen ich kommuniziere* und ich werde auch in Zukunft alles ignorieren, was Du mir zukommen lässt, sei es noch so pathetisch.

Ein schönes Leben noch,
Sebastian

*zb. Kreativität, Intelligenz, Geschmack, Stil.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

hm, empathie hingegen scheint dir zu fehlen. :-/

infinite hat gesagt…

Ganz im Gegenteil. Ich empfinde Tonnen davon gegenüber Menschen, die ich in irgendeiner Form wertschätze (und von diesem 'Formen' gibt es sehr sehr viele bei mir). Allerdings nicht gegenüber irgendwelchen Fremden, die in mich irgendetwas hineinprojezieren, dass ich nicht bin. Und falls Du die angesprochene Person bist: Bitte nicht mein Blog mit negativen Kommentaren überhäufen :).