Montag, 17. September 2007

These Thorns (2007)

Malefitz (2007)

Selfportrait in my makeup (half gone) for a Jerome Jemander-Film.

Freitag, 14. September 2007

Befindlichkeitskurzmeldung (II)

Ich bin nervös, müde, lichtspielfiebrig und gespannt. Und außerdem erstmal ein paar Tage offline wegen Filmproduktion und Musenrückkehr.

Donnerstag, 13. September 2007

Hymnomatosis (2004)

Ich hab' Dich nicht verarscht.

Wort für Wort (XXXI)

"Jetzt erzähl' doch Du mal irgendwas über Dich. Du sitzt nur so still in der Ecke rum, trinkst ein Glas Wein nach dem Anderen und tust so, als ob Du gar nicht da wärst." - "Hm. Über mich, oder wie?" - "Ja, irgendwas, was Du so machst, was Dir grade einfällt." - "Also vor 'n paar Jahren hab' ich mal 'ne Pflanze geteert und gefedert, dann fotografiert und das Ganze Hymnomatosis genannt." - "Warum verarschst Du mich jetzt?"

Dienstag, 11. September 2007

Zettelpoesie

Projekte (I)

Projektbeschreibung: Zufällige Verteilung von selbstverfassten Gedichten auf kleinen Zetteln mit Angabe einer Internetadresse, die hierher führt, um Rückmeldungen von den Findern zu bekommen.


Lieber Zettelfinder,

Du bist hier gelandet, weil Du einen der kleinen Gedichtzettel gefunden hast, die ich derzeit überall hinterlasse, wo ich unterwegs bin.

Jedes dieser Gedichte existiert genau zehn mal in dieser Zettelform, insgesamt habe ich vor, vorerst 50 verschiedene Gedichte, also 500 Zettel, an den Orten zu verteilen, die ich in den nächsten Wochen und Monaten besuchen werde. Die Zettel werden dabei von mir völlig zufällig platziert, also sowohl an leicht zugänglichen Stellen, wie auch völlig seltsamen Locations, wo sie möglicherweise noch Jahre auf jemanden warten werden.

Sollte das Projekt erfolgreich werden, wird es danach in evtl. modifizierter oder komplett neuer Form fortgeführt. Sollte es richtig erfolgreich werden, werde ich versuchen, die Gedichte und die jeweils zu dem Gedicht gehörigen Rückmeldungen irgendwann als Buch zu veröffentlichen.

Wenn Du weiter an dem Projekt teilnehmen willst oder die möglichen anderen Rückmeldungen sehen willst, dann hinterlasse mir doch hier an der Stelle bitte einen kurzen Kommentar oder schreib noch besser eine eMail an raventhird(at)gmx.net und erzähle mir, wo und wann Du den Zettel mit welchem Gedicht (Titel genügt) gefunden hast, was Du Dir dabei gedacht hast, was Du an dem Ort eigentlich gemacht hast und wer Du bist. Danke.

Falls Du partout nicht bei diesem Mist mitmachen willst, würde ich Dich darum bitten, das Gedicht wieder irgendwo "auszusetzen" oder jemand Anderem (möglichst anonym) zukommen zu lassen, damit das Ganze nicht nur eine KunstumderKunstWillen-Aktion wird.

Ansonsten wünsch' ich Dir einfach viel Glück und viel Spaß beim Lesen des Gedichts =).

Sonntag, 9. September 2007

The Last Dance (2006/2007)

Model: JK

Freistil (LXXIV)

Unzitat (V)

Sieh', wie der blinde Mann auf die Welt schiesst!

Painting With Egg (2007)

Instant Poetry (XXXIX)

DER FREMDE, leise, am Baum erheitert,
drängt nach Tisch und zu den Wellen:

"Nun blühten allerorts die Gefallnen,
und horchten wild zu Dir heran,
schon und ziemlich wirr,
ist es siegen oder neu gestalten?

Gezeichnet:
Neigung stellt, Natur erschafft!"

Tiefenstrukturanalyse (X)

Deine offensichtlich vorhandene Fähigkeit, in vollständigen und komplexen Sätzen zu kommunizieren, verblüfft mich, obwohl mir hätte klar sein müssen, dass Du dazu in der Lage sein solltest, C.

Freitag, 7. September 2007

Freistil (LXXIII)

Titel, die dieses Blog bereits trug (I):

Art, Love & ...

-karierte Schlangen
-interaktives Spöökenkieeken
-interaktives Teepilztrinken
-ingwergeschwängerte Lichtbildmalerei
-voll krasse Makro-Propositionsbildung
-sinnkongruente Tautologien
-toll wütende Poesie
-sinnlos-sentimentales Waschlappentum

Flohmarktbriefe (II)

Unbekannter Schreiber an Elfriede Beringer, 19. Okt 1944

Meine liebe Elfimaus!

Mein ersten Brief von hier aus wirst inzwischen erhalten haben? Nun möchte ich Dir heute wieder einige Zeilen senden.

Vor allem hab vielen Dank für Dein liebes Brieferl von 09.10., welches ich vor einigen Tagen erhielt, habe mich sehr darüber gefreut auch einige Zeilen von Dir zu erhalten.-- Habe mir von Tante die Klapperschlange [Anm.: Ich vermute schwer, er meint die Schreibmaschine, der Brief ist im Gegensatz zum vorherigen getippt] geholt und nun möchte ich wieder mal ein bisschen üben, damit ich nicht aus der Übung komme.

[...]


Wir haben es hier offenbar mit einem recht talentierten Tautologen zu tun.

Home For The Brave (2007)

Models: Z. & Ann-Mary

Donnerstag, 6. September 2007

Rückspiegel (XII)

Der beste Ratschlag, der mir im Verlauf von mehr als fünfundzwanzig Jahren gegeben wurde, stammte paradoxerweise von Jemandem, den ich gar nicht kenne und lautete sinngemäß, dass ich Menschen meiden soll, die mich in eine irgendeine Art von bestimmtem Dasein, eine bestimmte Rolle zwingen wollen, wenn auch nur indirekt und zu den Menschen gehen soll, bei denen Worte überflüssig werden, die mich ohne Erklärungen, ohne Begründungen akzeptieren, keine Bedingungen vor meine Anwesenheit stellen. Ich werde diesen Rat wohl nie vergessen, Elisa, denn er hat mein Leben grundlegend verändert.

Mittwoch, 5. September 2007

Equilibrio (2007)

Model: LaLa

Instant Poetry (XXXVII)

Dazzle

Solche Bilder machen Geschichte:
Die Fracht dann klagt:
"Alles Tote musst Du behalten!"
Welche Schmach muß drum herum?
Die Vögelchen steigen trotzdem wieder auf,
merk's Dir, für die nächste Nacht.

Wort für Wort (XXX)

"Du kennst Dich doch mit Internet aus und so, oder?" – "Kommt drauf an, was Du wissen willst." – "Also: Ich hab da so ein Lied runtergeladen, aber wie krieg' ich das jetzt auf meine Festplatte?" – "Wenn Du es runtergeladen hast, dann ist es bereits auf Deiner Festplatte. 'Runterladen' heißt, dass Du es aus dem Internet auf deine Festplatte ziehst." – "Nein, ich meine, ich hab es gedownloaded! Verstehst Du nicht!?"

Dienstag, 4. September 2007

Dresden (2007)

Model: Z.

Rückspiegel (XI)

Ich bin nicht 'Deine kleine Meersau' und war das auch nie.

Freistil (LXXII)

Unzitat (IV)

Der weiße Hase

Eine Tablette macht Dich größer,
eine Andere macht Dich klein,
und die, die Du von deiner Mutter bekommst,
die bewirken gar nichts.
Frag Alice,
wenn sie gerade zehn Meter groß ist.

Und wenn Du Hasen jagen gehst,
und weißt, dass Du fallen wirst,
erzähle ihnen, dass eine wasserpfeifenrauchende Raupe
dich angerufen hat.
Ruf Alice an,
wenn sie gerade klein war.

Wenn die Männer auf dem Schachbrett aufstehen
und Dir sagen, wo Du hin gehen sollst
und Du Dir gerade irgendeinen Magic Mushroom reingezogen hast
und Dein Bewusstsein sich nur sehr langsam bewegt,
dann geh und frag Alice,
Ich denke, sie wird die Antworten wissen.

Wenn die Logik und die Proportionen
langsam am verschwinden sind,
und der weiße Ritter rückwärts spricht
und die rote Königin völlig kopflos ist,
dann erinnere Dich daran,
was der Siebeschläfer gesagt hat:
"Füttere Deinen Kopf!
Füttere Deinen Kopf!
Fütter Deinen Kopf!"


A translation of a song © by Jefferson Airplane, 1967.

Freistil (LXXI)

Granpa Raventhird erzählt (I)

Deine Mutter hat Deinen Vater sehr geliebt. Sie konnte stundenlang von ihm erzählen, aber wenn ich Ihr zuhörte, hatte ich immer das Gefühl, dass Ihr das erst klar wurde, als er gar nicht mehr am Leben war. Es erschien mir fast so, als hätten Sie und er sich in Wahrheit nie allzuviel zu sagen gehabt, aber nicht deshalb, weil sie sich nicht mochten, sondern weil zwischen ihnen von Anfang an alles so eindeutig und klar war, dass es nicht viel zu sagen gab. Sie selbst brauchte lange, um das zu verstehen. Viel zu lange.

Wenn die beiden zusammen waren, dann muss es gewesen sein, als wären zwei Engel beieinander. Sie sprachen, so wie ich es verstehe, fast ausschließlich in dieser Art von Babysprache miteinander, die Leute miteinander sprechen, die frisch verliebt sind, sie alberten rum, sie liebten sich so oft, wie sie körperlich dazu in der Lage waren und das ließ niemals nach. Also hör' endlich auf, Sie danach zu fragen, ob sie ihn in den Tod getrieben hat. Das hat Sie nicht. Du kennst Sie gar nicht. Das, was Du kennst, ist nur die zerbrochene Version von Ihr, die Version, die entstanden ist, als der Zug über den verdammten Schädel dieses lebenslangen Träumers fuhr, der Dein Vater war. Und ich meine ich nicht im negativen Sinne, selbst wenn es so klingt. Man kann ihm nicht böse sein dafür, was er war. Wäre er ein Anderer gewesen, hätte Sie sich gar nicht erst in ihn verliebt.

Und dann würdest Du gar nicht existieren, um diese dummen Fragen überhaupt zu stellen. Verstehst Du das?

Street Fightin' (2007)

Promo Photography for the HipHop-Duo Segam & Andi B.

Sonntag, 2. September 2007

Spam (IV)

Falls jemand daran interessiert sein sollte, von mir fotografiert zu werden, vorher aber mal sehen will, was ich so mache: Hier ist ab sofort ein relativ aktueller Schnellüberblick über einige meine Arbeiten im Bereich "Menschen & Portraits" zu finden.

Der Selbstkritiker (V)

Mhm. Das dürfte reichen, um knapp 50% deiner Besucher zu verschrecken und den Rest davon zu überzeugen, dass Du psychisch gestört bist.

Toadlicker's Daydream (2006)

Experimental piece, based on own photography

Repentboy (2006)

Experimental piece, based on own photography

Skin or Skin (2007)

Experimental piece, based on own photography

Instant Poetry (XXXVI)

Grenzenlot

Statt Fisch:
Zu Berg und Flammen.
Jene hochbeglückten Damen! Stehn
bleibt
er doch willig durch Ajax.

Soul (2007)

Briefing (V)

Lieber Guillermo Del Toro,

Mit extrem viel Vorfreude habe ich mir heute zum ersten Mal Ihren Film 'Pans Labyrinth' angesehen. Ich habe mir Chips und Bier bereitgestellt, das Zimmer abgedunkelt, alles so vorbereitet, als würde ich den Film nicht ganz alleine sehen, sondern auf einer großen Leinwand. Ich verrichtete keine ablenkenden Tätigkeiten nebenbei, wie bei mir üblich, wenn ich den gewöhnlichen Hollywoodschrott zur puren Unterhaltung sehe. Kurz: Ich war voll konzentriert auf Ihr Werk. Lassen Sie mich das Fazit dieses Briefs vorwegnehmen: Es half nicht.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mag es, wie Sie eine realistische Geschichte über den spanischen Faschismus und eine Fantasystory parallel erzählen, ich finde diese Grundidee sehr innovativ, ich liebe die Bilder, die sehr beeindruckende Kameraarbeit fasziniert mich und die nicht übermässig eingesetzten Spezialeffekte sind definitiv herausragend, aber irgendwie fehlt dem Film das entscheidende Element, die Art von Zauber, die ein guter Film haben muss oder wenigstens eine einzige überraschende Wendung. Wenn ich darüber nachdenke, was mich am meisten enttäuscht, dann muss ich an erster Stelle den Plot an sich nennen. Ein paar Soldaten kämpfen im entlegenen Hinterland gegen Guerilla-Krieger, es gibt eine handvoll Verräter im Lager, ein Mädchen muss drei Prüfungen bestehen, jede davon in ihrem Ablauf vorhersehbarer als die nächste. Sie erzählen in knapp zwei Stunden eine Geschichte, bei der jeder einzelne Schritt einem halbwegs intelligenten Zuschauer schon lange vorher klar ist und bei der die oft in den Rezensionen so sehr in den Vordergrund gestellten Fantasy-Elemente leider jederzeit nur Nebenschauplatz bleiben. Kennt man den gehörnten Pan und das Wesen mit den Augen in den Händen bereits aus dem Trailer oder von Promofotos, hat man irgendwie schon alles gesehen, was an dem Film sehenswert ist, in dem Punkt ist 'Pans Labyrinth' nicht unählich dem russischen, viel Action- und Sci-Fi-lastigerem Debakel 'Wächter Der Nacht'.

Ich bin, Herr Del Toro, derweilen in jedem Fall verblüfft, wie wenig heute ausreicht, um einen in allen Kritiken hochgelobten 'Kultfilm' zu fabrizieren und sogar drei Oscars (!) zu gewinnen: Man mische einfach zwei an sich nichtssagende, straight ablaufende Geschichten ineinander und benutze als Bindeglied ein kleines Mädchen, um das ganze als 'Erwachsenenmärchen' deklarieren zu können. Ich hatte nach dem ganzen Hype und den auch durchweg positiven Reaktion von diversen Freunden einen Film erwartet, der sich locker in meine Alltime Top50 oder gar Top25 zaubert. Aber diesen Film sah ich heute nicht, sondern nur ein eher unbedeutendes Kitschfilmchen, das glatt an meinem Erinnerungswürdigkeitsorgan vorbeirauschte. Statt einer surrealeren und gleichzeitig realistischeren Version von Terry Gilliams 'Brother's Grimm' oder einer 'Herr Der Ringe'-Version von Alice In Wonderland, was in etwa das war, was die Presse mich erwarten ließ, bekam ich nur einen beliebigen Kriegsfilm mit Schneewittchen-Elementen. Auf einer Skala von eins bis zehn für mich leider nur eine sechs.

Mit freundlichem Gruße,

eine Stimme mit einer sich der Mehrheit nicht anschliessenden Meinung, die sicher nicht zur abschliessenden Bewertung ihres Werkes beitragen wird.

Samstag, 1. September 2007

NeuRosen (XXIV)

Liebe drückt sich paradoxerweise oft dann besonders deutlich aus, wenn der geliebte Mensch nicht da ist. Vielleicht bin ich aber nur ein verdammter Romantiker, der selbst im allkommunikativen Internetzeitalter das stereotype Ideal von Fernliebe noch hoch über seinen Kopf hält und in der Zwischenzeit seine rotglühenden Emotionen in wild pulsierende Kunst gießt.

Vermissen, Rückerwarten, Wiedertreffen und Neuerfinden. Ich sehe es kommen. Und mehr.

Freistil (LXX)

Gestern hab ich einen Bleistift kurz und klein geschrieben, war relativ einfach.