
Model: Bubenheim
Naivling
Zeigt die Kinder des behübschten Glücks,
Springen soll Entweihung bringen:
So ist! Und der, der einbricht, zu begegnen,
Putz und Wände hinter- und zerfragt,
wird im selben Moment und Grunde welken.
"Ich muss sagen: Du bist wirklich einer der wenigen kompetenten kreativen Menschen, die ich in Bayreuth bisher getroffen habe." - "Das ist kein Kompliment. In Bayreuth gibt's keine kreativen Menschen."
"Wir geben nicht auf. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Die Menschen hier haben nichts zu verlieren. Also muss gekämpft werden."
Ich kauf mir zum Geburtstag: Einen Phrasendrescher.
Dann kann ich mich auf die wichtigen Dinge konzentrieren und mal so richtig die Seele baumeln lassen. Und Gott 'nen guten Mann.
Wie zum Teufel sollte ich jemals einen Roman oder überhaupt noch irgendwas persönliches schreiben, wenn Du schon meine Blogeinträge dauernd hinterfragst? Wie sollte ich noch Dinge ehrlich ausdrücken können? Und warum, denkst Du, habe ich das wohl schon vorher erwähnt?
Rat im Vorbeigehen
"Herr Wanderer, ich bin verückt!",
sagt er und blickt mir in die Augen,
ich bleib kaum stehen, guck kurz hin,
guck nicht hindurch, sondern hinein
und spreche tief in seinen wachen Geist:
"Du bist nicht verrückt, nur leer und frei,
mach das, was't kannst und wenns't nix kannst,
dann mach halt Kunst."
Hör' sofort damit auf, wie ein beschissener Emo zu klingen. Das ist ekelerregend.
Selbst jetzt fühlt sich dieses Einschussloch schrecklich kalt an. Es wächst nicht zu. Nie mehr.
Verletzung
Der Krieger küßt die Stirn im Kinderland,
Ich warte schmachtend am keim Grab,
Alle Narren spielen nur zur Nacht,
Der Wind fuhr fort und wurd' gesehen:
Wetterspäher sieht und flucht:
Schwarze Öfen, weiches Kraut,
ihr Gesicht und kleine Erde.
Dritter Tag, der bisher schlimmste. Depressionen, Alkohol bringt nichts.
Zweiter Tag ohne Zigaretten, der totale Entzug. Ich fühle mich leer, latent agressiv, völlig passiv.
Von Zeit zu Zeit erscheinen mir im Traum die Leichen aus meinem Keller. Ich habe viele Leben gelebt, die nichts miteinander zu tun zu haben scheinen und ich kannte viele Menschen, an die ich keinen Gedanken mehr verschwende, ein paar handvoll, deren Existenz und Wesen ich sogar komplett vergessen habe. Aber das Unterbewusstsein vergißt nicht und spuckt mir die Vergangenheit in Form von nächtlichen Gastauftritten von Zeit zu Zeit wieder vor die Füsse. Ich hasse es, wenn das passiert. Es fühlt sich an, als würde mir jemand unaufgefordert aus meinen alten Tagebüchern vorlesen und ich könnte mir nichteinmal die Ohren zuhalten.
Zeit
So wird mein nächtlicher Ruf:
Stille schreien.
Das Glas dem wirren Mückentanz!
Wiesengrund, im Leichengewand:
Ein blütenreicher Kranz wird dann verdorren.
Ich will nicht mehr mit dem Gedanken an die Gedanken schreiben, die diejenigen in Reaktion darauf produzieren könnten, die hier mitlesen.
Arnold an Maria 'Mietze' Priester, 16.August 1914
Husarenkaserne, 5. Zug, 9. Beritt, Zimmer 66
Meine liebe, liebe Mieze!
Da wir armen Kerle den ganzen langen lieben Sonntag in der Kaserne liegen müssen als Strafe für die Überschreitungen einiger Einjähriger, habe ich schöne Zeit, Dir für Deine l. Zeilen zu danken. Recht herzlich danke ich Dir dafür, Du Liebe. Weißt Du, wenngleich ich darauf brenne, gegen die Franzmänner anzureiten, so sehne ich mir doch immer wieder, die herrliche Zeit mit ihren Seligkeiten und Leiden zurück, Du weißt, welche ich meine.
Grade jetzt in der wirklich anstrengenden Dienstzeit sind die Gedanken an Dich so aufheiternd und besonders innig. Hoch genommen werden wir nämlich wirklich tüchtig. Früh um 4 heißt: An die Pferde, Pferde tränken, putzen, abfüttern, Stall ausmisten – verzeihe das harte Wort – mit den Händen, sehr, sehr angenehm. Dazu liegt einem ein Gefreiter in den Ohren: „Einjähriger, nicht so zaghaft, der Mist ist ganz rein und schadet ihren schönen Händen nichts, brr!“ Um ½ 6 gibt’s Kaffee, d.h. sehr dünn und dann kommen zwei Stunden strammen Reitens. Danach fühlt manch einer seine Knochen schon mürbe werden. Doch es kommt besser. Exerzieren wechselt jetzt mit Lanzenlaufen, Instruktionsstunden v.a. schönen Dingen, nur unterbruchen vom Mittagessen. Abends sinkt man dann mit einem Seufzer auf den harten Strohsack und alsbald beginnt ein anderes Leben und Wehen – Du! Mir aber macht’s trotzdem großen Spaß. Schade nur, daß uns der Urlaub entzogen ist und ich nicht mehr daheim Tantes reizende j. Damen unterhalten kann usf. Ach Mieze, so ganz schlecht bin ich doch nicht.
Halte aber nur tüchtig den Daumen, daß ich bald [krakelwort] noch wieder Urlaub erhalte. Kommst Du nicht einmal zufällig noch her? Jeden Mittag von 12 – 2 kannst Du mich sprechen. Das wäre ja zu, zu schön! Aber ich fürchte, Du kannst nicht kommen, käme doch wenigstens nocheinmal ein Bild von Dir! Willst Du von mir auch noch eines haben, vielleicht ein allerallerletztes? Sind Hugo Bunn[unleserlich, Buntspecht?] und Frl. B. Tremmel auch schon eingezogen jetzt? Ich b... lebe wohl, so bald ab ... mehr
Herzlichen Kuß
D. Arn.
Jetzt wird Essen geholt!
a) Verbringen Sie Ihren Geburtstag üblicherweise alleine oder mit Freunden?
b) Falls Sie ihn mit Freunden verbringen: Ist es Ihnen eher angenehm oder eher peinlich, an dem Tag im Mittelpunkt zu stehen? Warum?
Falls Sie ihn alleine verbringen: Warum handeln Sie so?
Pamphlet der Groteske
Schlangenwindende Wurmgruben,
schwerzerglibschte Düsternis,
ich wand mich und wurde doch verschluckt,
dort: Augenwände, meterhoch,
Tentakelwälder, Saugnapfküsse,
(schwarze Schlünde, grüner Schleim,)
engverschlungen, halb im Schatten,
dicht und dicht und doch durchdringlich,
das ist die Ästhetik, die ich wollte.
Segam & Andi B. - Lagerhaus
Endlich vollendet: Mein erstes Musikvideo für das wohl erste und einzige oberpfälzer HipHop-Projekt überhaupt.
Stylishe Mundartpflege mit Elektrobeats!
Die wesentlich schönere High-Res-Version gibt es hier zu sehen.Zugefügte Keywords/Tags: segam andib mario mages andreas bauer segamandib oberpfalz style hip hop hiphop hawkhill records lagerhaus video tirschenreuth wiesau leugas falkenberg