Donnerstag, 21. Februar 2008

NeuRosen (XXXVII)

Das Leben ist verdammt bunt und ich fühle mich seit Tagen trotzdem nur noch grau.

But... (2008)

...i got some of those that you like, too.

I Came Home With Some Dead Flowers (2008)

Spam (VIII)

Ahem *räusper*... Ich schreibe in Zukunft für die beiden Hochglanzschwesterillus Legacy und Stardust über gitarreninduzierte Töne, wilde Rifforgien in rauchfreien Clubs und die zugehörigen langhaarigen Hippies mit den Lederjacken. Hellyeah, endlich mal wieder haptisch (d.h. begrapschbar) auf Papier und nicht nur digital im Netz.

Fragestunde (VI)

Welche Worte benutzen Sie in der Regel, um Menschen zu beschreiben? Lassen sich diese Worte in verschiedene Kategorien einteilen? In welche und von welcher Art sind diese Kategorien? Denken Sie, dass Ihre Art einen Menschen zu beschreiben, sich in irgendeiner Form von der Beschreibung durch jemand anderen unterscheidet?

Sonntag, 17. Februar 2008

Do You Close Your Eyes When You Kiss Me? (2008)

Traumsequenzen (V)

Ich bin einer von denen, die rübergehen, einer von den 9 Männer. Aber vorher müssen wir 8 Tage in einer roten, geleeartigen Flüssigkeit verbringen, nackt, am 9. Tag können wir erst das Paralleluniversum betreten, das ich unbedingt sehen will. Was denkt man, wenn man acht Tage mit seinem ganzen Körper in einer glibberigen Masse eingeschlossen ist, die Bewegungen nur wie in Zeitlupe erlaubt? Nackt an nackt, die anderen sehen alle gleich aus, das ist fast homoerotisch, sie sehen aus wie ich ohne jegliche Haare am Körper, sie sind glatzköpfige, haarlose Klone von mir. Sie haben die Augen geschlossen, sie kommen mir irgendwie wie schneeweiße Statuen vor, ab und zu zuckt einer oder bewegt verträumt den Arm. Was wollen diese Typen in dem anderen Universum? Oder kommen sie ursprünglich von dort? Gibt es mich dort acht Mal? Fragen wurden mir keine erlaubt. Am neunten Tag weckt mich ein Geräusch, ich bemerke eine Bewegung und wie durch einen Abfluss im Geleebecken werden wir rübergesaugt, dorthin. Ich komme nicht an, irgendetwas läuft schief, ich hänge zwischen den Welten und habe das Gefühl, dass das geplant war, von irgendjemandem.

NeuRosen (XXXVI)

Das Bildgewitter, das über mich hereinbrach.

Samstag, 16. Februar 2008

Spam (VII)

Das Coma Cabaret Neodada Art Collective ziept nicht an den Haaren! Treten sie noch heute bei!

Freitag, 15. Februar 2008

Come To Me (2008)

Model: Z.

Freistil (CXXXIX)

Ballade vom zweiten Treffen
(gewidmet allen Cowboys)

Du lachst um Dich und siehst mich nicht;
Ich hab Dich genau im Blick,
Du Hurensohn.

Du trinkst und trinkst und merkst gar nicht
dass ich die ganze Zeit, zwei Tische weiter,
nur warte, bis der Nebel dichter ist.

Du reißt die Klappe immer weiter auf;
ich sitz ganz still und auch alleine,
konzentriere mich auf das, was kommt,
wovon Du noch nichts ahnst, als Du,
so völlig trunken, ohne Rhythmus,
schließlich das Lokal verlässt.

Du bleibst kurz stehen, wankst;
Du lehnst Dich an die Wand;
Du sinkst halb nieder, fast am Ende;
"Steh auf, mein Freund", sag ich
und reiche Dir die Hände.

Du nimmst die Hände, dankbar fast;
Du drehst Dich um und siehst mich dann,
blickst fassungslos in mein Gesicht;
Du weißt, dass es Dein Ende ist.

Donnerstag, 14. Februar 2008

Freistil (CXXXVIII)

Æther

Meine Hände in den Wipfeln,
viele Tage fern.
Deine nackte Landschaft überm Felde,
300 Küsse und ein Abend.

Ich schicks dann halt über den...

Mittwoch, 13. Februar 2008

Immortal (2008)

Bang! Bang!

Traumsequenz (IV)

Mum schubste die überdimensionierte Hauskatze in den sextrem überdimensionierten Rachen des roten Goldfischs als wäre es die normalste Sache der Welt. Timmy, der sich, wie auch schon beim erste Mal nur mit Widerwillen dort hineinbegab (es musste wohl eine Art angeborener Instinkt bei ihm sein, der ihm sagte, dass irgendwas nicht stimmte, wenn ein Fisch ihn verschluckte und nicht umgekehrt) knurrte und stellte die Nackenhaare auf, ließ sich aber schließlich doch nocheinmal auf die Sache ein. Mum folgte ihm. Ich wartete, bis beide sicher verstaut waren. In den Moment als ich gerade dabei war, es ihnen nachzutun, bewegte der Fisch seinen Körper nach rechts und trank einen Schluck Wasser, der mich seitlich am Magen vorbeispülte.

„Hihi, das kitzelt“, rief ich unwillkürlich. „David, wo bist Du?“, rief Mum. „Schon ok, ich glaube, der Fisch hat in dem Moment geatmet, als ich rein wollte. Ich bin wohl irgendwo im Kiemenkanal. Wenn er losschwimmt, werde ich wieder rausgespült und dann versuche ich mich, irgendwo festzuhalten“, antwortete ich. „Und wenn Du es nicht schaffst?“ „Keine Angst, ich werde es schon schaffen“, rief ich, und fügte hinzu „Ist interessant hier.“ „Aber wenn Du es nicht schaffst, wie willst Du dann nach Hause finden?“ Mum klang besorgt. „Mum, ich finde schon nach Hause. Ich kann doch einfach irgendwen fragen. Du vergißt, wo wir sind.“ „Nun, wo sind wir denn, David?“ „Es muss irgendein Märchenland sein, soviel ist sicher.“

NeuRosen (XXXV)

Ich kann nicht gut mit Menschenmengen. Und 'Menge' fängt bei mir schon bei drei an.

Montag, 11. Februar 2008

Snai=LA (2008)

Instant Poetry (LXXVIII)

Giftzähnig,

dem der Durst entbrannt,
zum Spiegel fragend:

"Wer wollte die losen Perlen geschmückt?
Wer wollte dass die Neider nur Zungen wären?"

So stand sie am Bettchen gekniet
und sprach mit dem Licht.

Instant Poetry (LXXVII)

Ich will zuviel
und häng am Niemand,
der, freischwebend und auch unverbindlich,
ganz schön leicht zugrunde geht.

Und am Ende wie am Anfang heißt es dann:
Es steht alles leer.

Samstag, 9. Februar 2008

No Sleep (2008)

Freistil (CXXXVII)

Vermisse heute: das Tamtam der Nacht- und Abendstunden.

Freitag, 8. Februar 2008

Befindlichkeitskurzmeldung (IX)

Der unproduktivste Tag seit Jahren, ich hangle mich von Kunstwebseite zu Kunstwebseite und konsumiere nur. An mir liegt es nicht, sondern daran, dass ich derzeit mit verschiedenen Leuten zusammenarbeite und es keiner von eben jenen geschafft hat, meine zum Teil Tage zurückliegenden Nachrichten über den weiteren Verlauf der jeweiligen Zusammenarbeit zu beantworten. Welches Fazit daraus zu ziehen ist bleibt unklar.

Donnerstag, 7. Februar 2008

Montag, 4. Februar 2008

Freistil (CXXXVI)

Über Dein Selbst

Mein Funkenflug nascht Deine Kopfwelt
mit einem Mal weg.

Und dort stehst Du rum: Mut-, kraftlos,
ohne Sinne und Profil,
weißt nicht mehr wohin,
und die Zeit frisst den Rest.

Freistil (CXXXV)

Wo ein Anfang ist
(A Tribute to Hor.de)

Zwischen dem Tastholz verbastelt:
Dein Lebenslied im Abschiedskeller.

Am Brunnen des Tages
wächst morgens der See.

Und schon am frühen Abend
existiert kaum noch Land.

(Epilog:)

Dein Haus unter Wasser,
Querfeld: Sonne, Einfeld: Nichts.

The Canvas (2008)

Model: Z.

Rückspiegel (XV)

Ich erinnere mich genau an den Moment, als ich Dich das allererste Mal bewusst wahrgenommen habe. Ich hatte nur einen Gedanken. Er lautete: 'Ich werde dieses Mädchen photographieren.'

Fragestunde (V)

Telephonieren sie gern? Wenn sie die Wahl hätten zwischen einem echten Gespräch und einem Telephonat, was würden sie vorziehen, wenn es nur um etwas unwichtiges geht? Oder bevorzugen sie eher schriftliche Kommunikation? Warum?

Zusatzfrage: Lassen sie oft absichtlich Anrufer vergeblich versuchen, sie zu erreichen? Und wenn sie das tun: Ist Ihnen das eher peinlich oder haben sie keine Probleme damit, so zu handeln?

Samstag, 2. Februar 2008

The Invasion II (2008)

Model: Z.

The Invasion (2008)

Model: Z.

Low-Fi Double-Exposure. I love this one.

Freitag, 1. Februar 2008

Briefing (XI)

Liebes Mädchen aus dem Internet, das meine neue Stalkerin werden zu wollen scheint,

bitte hör’ endlich damit auf, mir eMails und Nachrichten zu schreiben, die Titel tragen wie „geteilter Schmerz“. Ich bin kein beschissener Emo, sondern das genaue Gegenteil davon, das hast Du aber anscheinend grundlegend missverstanden. Ich weiß ehrlich gesagt nichteinmal, wie Du auf meine Seite in der billigen Web 2.0-Absteige kamst, in der ich Dir auffiel und woher Du meine eMail-Adresse bekommen hast, und, um völlig offen zu sein, interessiert es mich auch nicht. Und dass Du traurig darüber bist, versehentlich die zwei für Dich so „bedeutsamen“ Zeilen gelöscht zu haben, die ich Dir als Antwort auf Deine erste Nachricht geschickt hatte, zeigt doch nur wie fern wir uns sind, denn Ich selbst habe alle Deine ellenlangen Nachrichten ohne zu zögern entsorgt, nachdem ich sie nur flüchtig überflogen und als bedeutungslos eingeordnet habe. Es braucht ein bisschen mehr, um mich zu beeindrucken. Aber versteh’ das jetzt bitte nicht als Aufforderung miß, mir weiter zu schreiben, denn Du hast nichts von dem, was ich in den Menschen suche, mit denen ich kommuniziere* und ich werde auch in Zukunft alles ignorieren, was Du mir zukommen lässt, sei es noch so pathetisch.

Ein schönes Leben noch,
Sebastian

*zb. Kreativität, Intelligenz, Geschmack, Stil.

Stillleben mit Pilzschalen (2007)

Instant Poetry (LXXVI)

Narziss(en)

DEINE Schönheit als süßer Blick,
neue Leiden von Euch einen;
Selbst ihre Außenseite lächelt umher,
wie oder zum Küssen aus Verhängnus.

Rückspiegel (XIV)

Die Idee eines sexuellen Kontakts: Ich traf sie in einer Bar, Winterabend, siebzehn Jahre. Sie war spindeldürr, durchverwirrt und rehäugig, ich betrunken, neugierig und schwerverstört, mein Notizbuch schon im Hinterkopf. Sex gab es am Ende nicht, der fand nur in meinem Kopf statt. Als sie mir dennoch ihre Telefonnummer anbot, lehnte ich ab, die Erinnerung an die einzige Begegnung schlicht vorziehend.