Dienstag, 31. Juli 2007
Wort für Wort (XXVIII)
„Es ist dir wahrscheinlich eher egal, wie ich dich sehe, jedoch hast du meinen Respekt heute Nacht verwirkt. Egal ob du betrunken warst, Geburtstag hattest, dich dafür entschuldigt hast oder was auch immer.“ - „Und wenn ich nun Deinen ‚Respekt’ verwirkt habe (wobei ich sehr bezweifle, dass es solchen jemals gab, sonst hättest Du Dich anders verhalten): Gut, dann sind wir auf Augenhöhe, ich hatte nämlich nie welchen vor Dir.“
Montag, 30. Juli 2007
iDada (II)
Reklameanzeige dieses d' Annonce Publikation in der Kopie und in l' Id3ee jedoch qu' Ils ist gut zu den Markierungen einfach dort anzukommen ist bereits der alter Monat gesetzte Sommergebrauch für genügend stupidest ein Weise zuverlässiger Zeitpunkt dieses dieses Jahr im Bein j' Avais.
Ich grabe immer weitere Grabung, ist die Angelegenheit wenig Veranschaulichung vermutlich gelegentlich im Grube Grab und in der Grube n' Importent. Aujourd' Hui I Form ultimative l' Essai, wenn l' Avenir schreibt mich wirklich hier.
Tiefenstrukturanalyse (V)
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blub ... ° blob ... ° °°° mehr ist hier nicht zu finden
Freistil (LIX)
Selbstbedienungsanleitung (2007)
Zum Kühlen: Nutze die Poesie,
wenn plötzlich, in zornigem Ton,
der Fels gegen Dich äußert:
"Ich lud Dich in meine Nähe,
gegen den Sturm von Reiz,
jetzt schon vorbei, wie vorhin,
so geschwind, dein strebendes Herz.
Unverzagheit, Unüberwindbarkeit,
mitten in Dir und überall,
wohin kein Auge sieht."
Und schon ist alles:
Nur noch bloße Erinnerung.
Samstag, 28. Juli 2007
Beauty In Death / Death In July (2007)
Freistil (LVIII)
Liebe Studenten und Studierende, ich als Vorsitzender und Präsident möchte Sie hiermit herzlich zu Ihrem Studium am neuen und gerade erst eingerichteten Institut für Tautologie und Sinnkongruenzwissenschaft begrüßen und willkommen heißen. Ich hoffe, Sie werden sich hier weiterbilden und auch viel lernen. In diesem Sinne freue ich mich eine wundervolle, aber auch schöne Zusammenarbeit und Kooperation.
Instant Poetry (XXI)
Prag.
Ich bin Deinem Klosterbann entronnen,
und deswegen sagte sie auch zu ihm:
"Deine Blicke sind nicht zu mir gekommen,
sie haben mich weggespült."
Damals, in Prag.
Donnerstag, 26. Juli 2007
Freistil (LVII)
Omega und Z. sind die jeweils letzten ihrer Art, könnte man sagen. Und das nennt man Buchstaben. Und zwischen zwei betrunkenen Konsonanten tanzen drei Vokale. Und das nennt man dann so'n Wort.
Wort für Wort (XXVII)
"Oh Mann, das nervt, dass Du dauernd Sachen aufschreibst, die passieren." – "Wenn es Dich wirklich so sehr nervt, dann darfst Du Dich nicht mehr bei mir melden. Ich kann nicht anders, es ist ein Zwang, ich muss über alles schreiben." – "Sogar über das hier?" – "Sogar über das."
Dienstag, 24. Juli 2007
Freistil (LVI)
Fachgespräche (2007)
Wenn Regenschirme Regen schirmen,
Butterbrote aber Wolken singen,
dann kann das nur bedeuten,
dass stümperhafte Tautologen reden.
Instant Poetry (XX)
In der Kolonne
...Horch: Wie bang!"- Wetter sah,
schrie überlaut und schimmerte:"Ey,
langsam die Kapern! Kein Einig, nur Wind!"
Dann wies Sie meine Crew hinaus,
gab sich wie immer groß dabei.
Mich rettetest Du am Munde,
aber weil nach irdischem Gewühle
der Todtengruft ma Gefühle,
als sonsten der Vergleichung, daß doch
bei Tannen den Rudel Höllengeister kroch:
Es rann hinab meine Bahn.
Es rann hinab in mein Herz.
Sonntag, 22. Juli 2007
Instant Poetry (XIX)
Die weiße Hand
diese nahm eine böse Stadt,
wie Silber sprach zum Gesang Herz,
aus Farben, und alles wurde bunt
im Schnee.
"Und dann nehm ich noch:
Apfel und Zitrone
in umgekehrter Reihenfolge."
Wort für Wort (XXVI)
"Willst Du mich nicht zum Abschied umarmen?" –"Igitt, Du bist doch komplett nass." - "Ach komm, das magst Du doch."
Briefing (IV)
Lieber Wayne Wang,
Sie haben es doch tatsächlich geschafft, mich zu verblüffen. Nachdem ich im Laufe meines Lebens eine gefühlte Anzahl von zehntausend schlechten Hollywood-Filmen gesehen habe, war ich davon überzeugt, dass mich nichts mehr schockieren könnte, aber ihr Machwerk von 2002 namens "Maid in Manhatten", das ich vor kurzem konsumieren durfte, unterbietet locker alles, einschließlich meinem bisherigen Lowlight, der abrundtief schrecklichen, alle Horror-, Fantasy- und SciFi-Genreschwächen vermischenden Comicverfilmung "Van Helsing".
Es sind nicht nur die miesen Schauspieler und die extrem klischeehaften Rollen, allen voran eine völlig hölzern-stereotype Jennifer Lopez, die Ihren Film, der wohl soetwas wie eine romantische Komödie, im übrigen ein Genre für das ich tatsächlich eine peinliche Schwäche habe, darstellen soll, zum für mich schlechtesten Film aller Zeiten machen, sondern auch die pathetischen Nonsense-Dialoge, die unfassbar dilettantische Kameraarbeit, die gruselige Musik und die nicht vorhandene Handlung. Und letzteres ist nicht im postmodernen Sinne zu verstehen, im Gegenteil: Ihr Film wirkt, als hätte man alle romantischen Komödien zwischen 1985 und 1995 auf den schlechtesten gemeinsamen Nenner gebracht und dabei den Humor komplett herausgeschnitten. Dass man dazu in der zweiten Hauptrolle einen als Pseudo-Gutmenschen agierenden, republikanischen Lokalpolitiker bewundern darf und Richard Nixon im Film als missverstandener Held (!) dargestellt wird, ist eigentlich nur noch Nebensache, vor allem angesichts solchen Stellen wie der, an der das Happy End längst greifbar ist, sie aber nochmal minutenlang die leere Strasse vor dem Hotel filmen, dazu eine akustische Gitarre erklingen und ein paar Herbstblätter ins Bild regnen lassen, was man auch "schwermütige Stimmung erzeugen für Vorschulfilmer" nennen könnte.
Mich wundert es jedenfalls nicht, dass wir die Videokassette geschenkt bekamen und es dürfte sie nicht wundern, dass wir sie wohl dennoch zurückgeben oder in den Müll werfen werden. Ich fühlte mich beim Ansehen ihres Films wie der eigentlich intelligente kleine Junge, der in einer Szene zwei Science-Fiction-Plastikspielzeuge mehrmals hirn- und wortlos aneinanderstösst, was wohl seinen Frust verdeutlichen soll. Ich hoffe sehr inständig, dass ich nie wieder einen Film von Ihnen werde sehen müssen. Schon die Vorstellung davon bereitet mir schlimme Alpträume.
Ihr für diese Erfahrung dennoch dankbarer
Sebastian B.
PS: Ernsthaft, jetzt: Bitte, bitte, lassen sie das mit dem Regieführen doch in Zukunft sein. Es gibt so viele andere tolle Dinge, die man mit seinem Leben anstellen kann. Zum Beispiel von Hochhäusern runterspringen.
PPS: Falls das Ganze doch eine perfekt getarnte, sarkastische Parodie war, lassen Sie es mich wissen. In diesem Falle sind sie ein perfides Genie, Sir.
NeuRosen (IX)
Es fielen mir Steine vom Herz beim Telefonat. Und auf Englisch wären es 'rocks' gewesen, keine 'stones'.
Metareflexion, yeah! (IX)
Schreiben ist fast genau wie Archäologie. Du läuftst rum und beobachtest die Gegend und irgendwann stolperst Du über etwas, das aus dem Boden ragt, meist sogar sehr unscheinbar, aber Dir ist klar, dass es Teil von etwas Größerem ist, also schnappst Du Dir die Schaufel und fängst an, zu graben. Du gräbst solange, bis Du es komplett freigelegt hast oder bis Dir die Puste ausgeht.
Manchmal irrst Du Dich auch und es war doch nur ein unförmiger Stein, der Deine Aufmerksamkeit erregt hat, oft findest Du kleine, glitzende Gegenstände, stelten eine ganze Ruine und wenn Du ein Glückspilz sein solltest, gräbst Du irgendwann ne komplette versunkene Stadt aus.
Wenn die Grabungsarbeiten beendet sind, dann machst Du am Besten erstmal einige Zeit Pause und siehst Dir Dein Fundstück in Ruhe von allen Seiten an. Anschließend kannst Du anfangen, es vorsichtig und fein säuberlich von dem restlichen Schmutz zu befreien, der noch dranklebt und Dich am Ende entscheiden, ob Du es so bruchstückhaft belassen willst, wie Du es gefunden hast oder es doch komplett restaurierst.
Samstag, 21. Juli 2007
Briefing (III)
Liebe Miss W.,
Nachdem ich Dich nach unserer Photosession mehrfach danach gefragt hatte, ob ich denn nicht das ein oder andere der von mir angefertigten Bilder veröffentlichen darf und Du die Frage mindestens dreimal schlicht ignoriert hast, was mich zu der Annahme führte, dass Du es einfach nicht magst, wenn ich welche von den Bildern irgendwo zeige, mich aber auch etwas verwunderte, weil Dir hätte klar sein sollen, dass ich die Photos kaum zu dem Zwecke anfertigen werde, sie im Anschluss auf meiner Festplatte vergammeln zu lassen, war ich leicht enttäuscht.
Richtig schwer irritiert hat mich dann aber die Tatsache, dass Du vor ein paar Tagen beschlossen zu haben scheinst, eins von meinen Bildern, noch dazu eins, das ich persönlich nicht für wirklich vorzeigenswert bzw. meinen eigentlichen Fähigkeiten entsprechend halte, und das Du selbst an einem offenbar unkalibrierten Monitor, mit vorsichtig ausgedrückt fragwürdigen Einstellungen (und in verschieden zugeschnittenen Version) bearbeitet hast, für Dein Profil auf einer Web2.0-Plattform zu benutzen, ohne mir auch nur Bescheid zu sagen.
Ich sehe ich es hiermit als mein Recht an, ebenfalls etwas von der Session, die ich im übrigen, wie bereits erwähnt, teilweise für sehr gelungen halte, zu zeigen, auch wenn diese Vorgehensweise eigentlich gar nicht mein Stil ist. Meine Managerin hat mich in dieser Meinung bestärkt.
Viele Grüße und sehr schade übrigens, dass das hier wieder mal so dämlich läuft, ich hätte Dich nämlich gerne noch viel besser und öfter photografiert. Ich sollte langsam lernen, dass ich den Menschen, die ich ablichte, in dieser Hinsicht schlicht und einfach nicht vertrauen kann. Vielleicht sollte ich auch dazu übergehen, Verträge über die Nutzung meiner Bilder (am besten mit einer Passage für Model und einer Passage für Photograph) noch vor dem Entstehen zu entwerfen, auch wenn mir selbiges so extrem unlocker vorkommt.
Dein Sebastian.
Freitag, 20. Juli 2007
Instant Poetry (XVIII)
Gesang und Echo bei den Kannibalen
Geht endlich fort und verstreut
beim Gehen die Beute.
Zweierlei Dinge, Seelengründe:
Schneller noch ins Feuer,
denn ich will unwillkürlich sein.
Ah, die wunderbare Flut!
Donnerstag, 19. Juli 2007
Freistil (LV)
Zehn kleine Mitbringsel aus den Wortschatzland (III)
Ich war diesmal auf der Inselgruppe Komposita (dort traf ich auch Paul C.), insofern:
Laienlinguistik
Mutterwut
Fadensonnen
Toposforschung
Unendlichsprechung
Mitfahrgelegenheit
Lebensabschnittspartner
Zeitgeist
Lichtzwang
Tretminen











