Donnerstag, 29. November 2007

Dada, Dada, Neodada (2007)


Opening Soon: Coma Cabaret Neodada Art Collective (CCNAC)

Wort für Wort (XXXII)

"Wenn ich das so lese, dann bin ich auch dada." - "Und die da? Ist die da dada?" - "Dada ist für alle da."

Exxom II (2007)

Exxom I (2007)

Freistil (CV)

Ich glaube fest daran, dass das Talent zu einer künstlerischen Tätigkeit, welcher Form auch immer diese sein mag, die unvermeidbare Verpflichtung mit sich bringt, die Tätigkeit auszuüben, ihr Raum im eigenen Leben einzuräumen und sie, wenn es nötig sein sollte, auch vor die privaten Interessen zu stellen. Das ganze hat etwas religiöses, wenn man will, in dem Sinne, dass man sein Leben an etwas widmet. Wenn man nicht will, hat es nichts religiöses, sondern ist einfach nur Arbeitswut (neudeutsch Workaholism) und Disziplin. Es ist meiner Meinung nach genau das, was den echten Künstler von demjenigen unterscheidet, der lediglich talentiert ist, dieses Talent aber seinen eigenen, im größeren Kontext völlig unbedeutenden Interessen unterordnet. Und wenn das jetzt zu pragmatisch klingt, dann sei hinzugefügt, dass eine, im Idealfall gigantisch brennende Leidenschaft sehr hilfreich dabei ist, die Disziplin für die Ausübung der entsprechenden Tätigkeit aufzubringen. Notwendig ist sie aber nicht zwingend.

Jedesmal dann, wenn ich Dich ins Bett bringe und Du mich fragst, ob ich nicht doch gleich mit unter die Decke schlüpfen will, verfluche ich diesen Glauben. Wenn ich einige Stunden später mein eigenes, kleines Zimmer verlasse, um zu Dir zu kommen und sehe, was ich in dieser Zeit aus dem Nichts heraus einfach geschaffen habe, dann nicht mehr.

Tiefenstrukturanalyse (XVI)

Es ist November. Da drehen einfach alle durch.

Dienstag, 27. November 2007

Hirnejakulation (2007)

Dedicated To Dominik K.

Tiefenstrukturanalyse (XV)

Wenn ich Dir einen Rat geben sollte, der Dein Leben verändert, dann würde ich folgendes sagen: Sei einfach Dein eigener Maskenbildner.

Freistil (CIV)

Treibhölzenere Dichtung

Mein freischwebendes Hirn erkennt:
Mit hundertausend Schönen hast Du gehändelt
und doch keinen Erfolg für Dich erzielt,
und doch glaubst Du, es liegt nicht an Dir selbst,
das nennt man Glauben ohne Augenlicht.

Man möchte manchmal nur noch driften -
nicht mal weg-, einfach herum-:
Blanke Ritter, schwarze Schilde, morgen Leben,
Echo drauf (und evtl. sogar Wort).
Pfeil und Messer, kühle Träume, gestern Worte,
heute Trommeln.

Montag, 26. November 2007

Rhythm Of The Wardrums (2007)

Model: Z.

Instant Poetry (LXII)

Die Niederwerfung (Eigenschaft II)

Durch Dunkel,
horch, Du Kaiser,
wimmert, Stirne,
Natur und Denkorgane,
bis ihr die Gischt der blanken Speere spürt
und bis der Blütenrausch erstarrt.

Es girrt so hell,
ins Lager schmuggelnd,
welcher liegt und welchem fügen?

Und in allem anderen: Wild der König, allezeit.

Instant Poetry (LXI)

Ohne Farbe (Eigenschaft I)

Schaut, oh Wasserlilienkelche:
Alle Lichter, alle fernen Orte!
Kleinteil, im Menschenmunde
größstes Wunder.

Um die versunkenen Tempel
stehen Cypressen,
und sofort und kamerabewert
schweift er zu Aug um Aug!

Samstag, 24. November 2007

Suboceanic Dreams Of Being Someone Else (2007)

Instant Poetry (LX)

Von hinten und von vorne

Im zerbrochenen Milchwald
verschwinden urplötzlich die Kinder,
in wildwuchernden Hinterzimmern
verschachtert das Nichts seine Welt.

Wort für Wort (XXXI)

"Hey, würdest Du vielleicht ein gutes Profilbild fürs StudiVZ von mir machen?" – "Nein." – "Nein? Aber für den Dings hast Du doch..." – "Nein. Habe ich nicht. Ich habe den Dings photographiert und er hat mich im Anschluss gefragt, ob er eins der Photos dort verwenden darf, was ich mit einigem Widerwillen erlaubt habe. Photographiere ich etwa neuerdings für irgendwelche billigen Web2.0-Absteigen?" – "Aber.." - "Jetzt komm mir bloss nicht mit dem Argument, dass ich da doch selbst Photos hochgeladen hätte. Ja, habe ich. Genauso wie bei Facebook, Myspace und allen sonstigen an sich zweckfreien Plauderportalen. Und zwar um meine Arbeit zu promoten, die an sich nichts, aber auch gar nichts mit diesen Seiten zu tun hat."

Donnerstag, 22. November 2007

Bioding, Bioding (2007)

It Came Into My World (2007)

iDada (VII)

Dada nennt man Blödelei, dada macht Dich vogelfrei. Dada ist für Ruhe und für Orden, dada gegen alle ausdenkbaren Sorgen.

Dada in der Pumpernickelfabrik: Mmmmjamm!
Dada ziept nicht an den Haaren.

NeuRosen (XXX)

Eine Herausforderung ist nur dann eine Herausforderung, wenn die Möglichkeit des Nicht-Scheiterns besteht. Da es aber technisch, zumindest mit meiner Kamera, die nur bis ISO800 halberträgliche Resultate liefert, unmöglich ist, ohne Blitz in einem größeren Raum brauchbare Indoor-Fotos von sich bewegenden Menschen zu machen und ich keinen solchen besitze, kann es auch keine Herausforderung sein. Ich nehme also nicht die Herausforderung nicht an oder bin egoistisch, sondern möchte lediglich vermeiden, die in meine Bilder permanent und auch in diesem Fall zweifellos gestellten Erwartungen zu enttäuschen. Nimm meinen eigenen Perfektionismus hinzu, der mich bisher relativ zielsicher davor bewahrt hat, mich vor mir selbst allzu sehr zu blamieren, nimm hinzu, dass Du mir vor nicht allzulanger Zeit selbst aufgetragen hast, ich möge doch öfter meine Meinung und das Wort "Nein" sagen, wenn ich etwas nicht tun will oder kann, nimm hinzu, dass ich schon allein wegen der Uni so gut wie gar keine Zeit habe, um schlechte Bilder zu machen, auf die die Menschen dann viel zu lange warten müssten, um von denen ich und alle anderen am Ende nur enttäuscht wären, dann ist es fast eine zwingende Konsequenz, dass ich die Frage mit eben jenem "Nein" beantwortete, auch wenn ich wirklich sehr gerne anders gehandelt hätte.

Ich verstehe, woraus Du ein "Enttäuschtsein" ableiten willst, ich verstehe, dass es vielleicht gar nicht den Anspruch an irgendeine Art von Perfektion von Deiner Seite aus gegeben hätte, aber den gibt es von mir aus. Und er ist sehr stark, dieser Anspruch. Ich mache keine Dinge halb. Es ist etwas in mir, dass mir das verbietet. Und ich bin froh, dass dieses Etwas existiert, denn ohne seine Existenz wäre ich wie jeder beliebige andere Mensch.

Mittwoch, 21. November 2007

Querbeet (2007)

Experimental mixed media work, digital photography vs. traditional abstract painting

Dienstag, 20. November 2007

Instant Poetry (LIX)

Am Rand tanzen

Welchen Mund mein Fieber,
Den Rosen meinem Glas,
Ein Spiegel ihr Bildnis,
Der Liebe ihren Leckersinn,
Des Westen sein Lohn,
Die Rehe ihre Kehle,
Das Stück mein Pokal,
Das Windspiel sein Brot,
Den Arm sein Samen,
Kein Reichtum seines Lichts,
Das Glück ihr Wasser,
Der Wälder meiner Toten,
Den Lieben dein Angst,
Den Wolken ihren Wimpern:
Das endliche Frühlingsjauchzen.

D-Cay III (2007)

D-Cay II (2007)

Montag, 19. November 2007

D-Cay I (2007)

Briefing (VIII)

Lieber Passant mit Hut,

es war wirklich sehr nett, dass Du mich ansprachst, als Du mir begegnetest, während ich an einer sehr kargen Stelle im Industriegebiet dabei war, wieder einmal den Herbst in Bildern festzuhalten. Auch auf Deine verwunderte Frage, was ich denn da photographieren würde, da gäbe es doch nur hässliches Gestrüpp, versuchte ich verständlich zu antworten, auch wenn ich Dir natürlich nichts über die generelle Ästhetik des Verfalls oder die Schönheit in der Vergänglichkeit aller existierenden Pflanzen erzählt habe, um Dich nicht noch mehr zu verwirren. Dass Du dann aber, nach einem kurzen Lachen kopfschüttelnd von dannen gezogen bist, könnte ich fast als eine Beleidigung auffassen, wenn mir derartiges nicht schon häufiger passiert wäre (vor allem auf Baustellen und in alten Fabriken) und ich nicht an diese Reaktion gewöhnt wäre.

Dir sei hiermit nochmal versichert, dass ich schon wusste, was ich tue. Ich will Dir in jedem Fall nochmal für die später erfolgte Erkenntnis danken, die darin besteht, dass es vielleicht genau das ist, was meine Photographie zu einem großen Teil ausmacht: Ich sehe interessante Bilder, wo andere nur hässliches Gestrüpp am Rande wahrnehmen.

Vielleicht sieht man sich mal wieder,
S.

Instant Poetry (LVII)

Tagwerk

Wenn nichts klafft wacht ein grünes,
manche Blume glaubt an Eden:

Streu Sterne auf das Himmelszelt
und mach Dich dann mal wieder
übern Acker, Söhnchen.

The Lost Work (2007)

Samstag, 17. November 2007

The Wild Hunt (2006)

Freistil (CIII)

Traditioneller Schwippschwapp

Meiner Flucht aus deinem Leibe
folgten Katzen und Gazellen,
die sprangen wild und schwangen Tatzen
und brachten bald alles zum Platzen:
Logik, Logik, Ratio und Vernunft
sind völlig fehl am Platz in meiner Unterkunft.

New Reflections On Frost (2007)

iDaDa (VI)







Snurrt Kamesi (Hanchton)

Sneeg homanain
Sneeg homanain
Sneeg homanain

Hais-na eft-tun
Naiben est kobatait

Haiftom!
Haiftom!
Haiftom!

Swurrt Kambesi
Surrt Kamesi

Haifnö!

Snurrt Kamesi
Snurrt Kamesi

Hanchton!

Snurrt Kamesi.

iDaDa (V)







Pluplasch (Baum)
für S.W.


Wuwuischnfgäwn
t-t-huu-uu
Wuwuischnfgäwn
t-t-huu

d-d-d-jäää
ge-hoouuu
d-d-d-jäää
ge-hoouuu
göhuuu-n
gehu
göhuuu-n
gahu
göhuuu-n

Wuwuischnfgäwn
t-t-huu

Freitag, 16. November 2007

Instant Poetry (LVI)

Das Fensterloch

Shawt doch: Ein Wüstenein,
Mantel, eine Taube ist stumpf!
Bette ich Größeres? Herein ich Hüte?
Ah, sie pflückt sie gut, nicht herab,
bahnt sich seltsam am Thron,
ist und lüstern oft,
wenn selbst gewährt zum beeisten Fenster:
Schätze!

Sehr liebt Dich nur ein Teilchen:
Der Dinge, die da sind!