Samstag, 20. Oktober 2007

One Step Beyond (2007)

Model: Der Död

Wort für Wort (XXVII)

Aus der elektronischen Post gefischtes (I)

"Hallo! Meine Name ist Polina.
Ich bin Studentin und Ich habe zur Germany zu lernen angekommen .
Ich suche mich den Freund und der Sex-Partner.
Aller dass Ich will es ist ein guter Mann. Sie sollen ernst, sicher, klug sein.
Geben Sie mich zu wissen wenn Sie wollen mit mir treffen.

Ebenso konnen Sie einfach mein Freund sein.

Sie konnen meine Fotos auf meiner Seite sehen: [censored]

BITTE, NURR DIE ERNSTE Vorschlages.

KUSSE, POLINA"

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Dendrophile (2007)

Model: Z.

Instant Poetry (XLVIII)

Vergiß die Schlitzfinger - nimm Zischrillen!

Metareflexion, yeah! (XIX)

Mit dem Hammer philosophieren: Man muss alles zerschlagen, bevor man wirklich schaffen kann.

Freistil (XCIII)

Sie saß dort und hielt einen Hund an der Kette, dem man, wenn man sie nicht kannte, und ich kannte sie nicht, zutrauen würde, dass er sie, wenn ihm plötzlich danach war, einfach hinter sich herschleifen würde und trug mit einem schwarzen Stift Dinge in eine Tabelle ein, die sie scheinbar von ihren Tätowierungen abschrieb. Es bestand kein Zweifel daran, dass die blonde, spindeldürre Frau, die mir in einem Biergarten in Dresden zum ersten Mal begegnete, wo sie gegen Mittag einen Whiskey trank, ein paar richtige Probleme hatte. Mir erschien sie dennoch, oder vielleicht auch deswegen, wie einer der vertrautesten Fremden, die ich in den letzten Monaten gesehen hatte, wenn sie verstehen, was ich damit meine.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Deep Blue (2007)

Model: Der Död

NeuRosen (XXVII)

Manche Leute kennt man, manche Leute grüßt man. Manche Leute guckt man nicht mal an, manche Leute lächeln einem zu. Viele Neue irren wirr durch alle Gänge. Das absurde Theater hat wieder geöffnet, ich stehe mittendrin auf seiner Bühne und hab' bestimmt zum zehnten Mal vergessen, wo Hörsaal Nummer 9 ist.

Instant Poetry (XLVII)

Teuflisch guter Grund

Wir scharrten mit dem roten Haar,
doch hinweg, mit süßen Sang:
Ritt jener keck, oh je,
solch schlanken Stamm:
Der wohl bekannte Durst (die Lust);

Doch mit wir von falscher Mensch
und für jene fremde Leiden:
Liebe ohne Widerstand zerschunden.

Montag, 15. Oktober 2007

Stone By Stone (2007)

Model: Der Död

Instinct (2007)

Model: Der Död

Instant Poetry (XLVI)

Alter

Jäh gelb sind all die Dinge,
da tobt der Beterchor.
Mit Flammen, manchmal zwischen Himmel
und anderswo.

Ewig endlos: Der wankende Greis
und das Wasser fließt durch die niederen Hütten.

Sonntag, 14. Oktober 2007

Through It All (2006)

Instant Poetry (XLV)

Die Bittstellerin

Feuchtes Kirchshofsgras:
Ich suchte nicht nach Sein.

Beide Hände am Ziel: Bei süßer Lust;
die einzige Blüte in den seligen Gefilden,
auch bei meinem, zu wild,
oder nur eine feine Hand.

Freier gehen von selbst,
zur Tür hinausgeschmissen dann.

Du bist. Ich war.

Wort für Wort (XXVI)

"Irgendso'n billiger Ami-Streifen, nichtmal besonders originell gemacht." – "Aber sind die meisten billigen Ami-Streifen nicht nicht besonders originell?" – "Richtig." – "Warum sieht er die denn an?" – "Tja, er guckt halt gerne romantische Komödien. Ist halt son Softie-Typ." – "Ist das nicht gut?" – "Doch. Isses." – "Na dann kannste ja mit gar nix anfangen." – "Wieso?" – "Ich bin ja eher der Machotyp, wie Du dauernd behauptest, oder?" – "Naja, zum Bumsen ist das manchmal ganz nett." – "So von Zeit zu Zeit oder dauerhaft?" – "Was schreibst'n da eigentlich dauernd?" – "Weiß nicht." – "Du schreibst aber nicht auf, was wir grade reden, oder?" – "Nein." – "Nein? Warum grinst Du denn dann jetzt so?" – "Tja, jetzt kann ich wohl nicht mehr weiterschreiben, nachdem Du's schon bemerkt hast, oder? Was meinst Du?" – "Wortlos kaue ich auf einem Maulbeerenstengel."

Samstag, 13. Oktober 2007

Distant Shorelines (2005)

Model: JK

Freitag, 12. Oktober 2007

Tiefenstrukturanalyse (XIII)

Ein rabenschwarzer Tag für die Kunstfreiheit. Und dennoch nehmen manche ihr Handwerk weiterhin sehr ernst.

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Last Daze Of Summer (2007)

Freistil (XCII)

Buntes Nachtlied

Dort drüben hängen die bunten Schildkröten, von denen ich Dir bereits erzählte, fein säuberlich aufgereiht an einem Tau, unter ihnen stehen Schüsseln, die das Blut auffangen werden, wenn ihnen der Mann, der diesen grausamen Job schon seit Jahren übernimmt, die Kehlen durchschneiden wird. Ihr Blut hat jeweils die im Farbkreis gegenüberliegende Farbe von der ihres Panzers. Schon seit Anbeginn der Zeit gewinnen wir auf diese Art und Weise die Farbe, die wir dringend benötigen, um zu malen. Es mag Dir grausam erscheinen, Dir, als jemandem, der zum ersten Mal in diesem Land zu Besuch ist, aber das Leben hier bedeutet rein gar nichts ohne die Kunst, wir opfern unser ganzes Dasein der Kunst und die Schildkröten tun genau dasselbe, wenn auch durch unsere Hand. Sie genau hin: Sie zappeln nicht. Sie wissen, was mit ihnen geschehen wird, sie sind ganz ruhig. Wir haben natürlich im Laufe der Zeit versucht, die Prozedur zu verändern, das Blut der Schildkröten nur anzuzapfen und wir haben auch nach anderen Quellen zum Gewinnen der Farbe gesucht, aber es war alles erfolglos, es führte zu letztendlich unbefriedigenden Bildern. Es scheint fast so, als würde das Leben dieser Kreaturen mit dem letzten Tropfen in die Schüsseln fallen und sich von dort in die Bilder fortsetzen, die Du so bewunderst. Ich will gar nichts beschönigen: Es ist brutal, was wir tun. Es verlangt uns einiges ab, so zu leben. Aber wir sind nunmal, was wir sind und wir müssen es aufrechterhalten. Jeder Versuch, das grundlegende Prinzip unseres Daseins zu ändern, würde zwangsläufig zu einer gesellschaftlichen und kulturellen Katastrophe führen, deren Ausmaß sich niemand, der hier geboren wurde, auch in im Ansatz vorzustellen vermag. Die Barbarei würde Einzug halten. Es würde aus diesem Land genau das werden, was Du als Deine Heimat kennst.

Mittwoch, 10. Oktober 2007

October's Song (2007)

Freistil (XCI)

Nimmer (2007)

Mein Außensein
schlief jene kleinen Tage lang,
und das Verlangen, so zu schreiben,
schien im Innensein versteckt auf Reisen.

Wenn Du Süße rochst, dort drüben,
wo links der Schnee und rechts das Lachen:

Ging es dann ums Schweigen?

Du Friedhof meiner Phantasien,
ich buddle mich erneut durch Deine Grüfte
und öffne heut' das frischste Grab.

NeuRosen (XXVI)

Die Angst kroch meinen Rücken rauf und machte sich in meinem Gehirn breit, wo sie sich, wie bei dieser Art von Angst üblich, in Lähmung verwandelte. Ich wusste, dass ich es schaffen konnte: Einen Roman schreiben. Die Nummer Eins auf der Liste der Dinge, die ich bis zum 30. Lebensjahr gemacht haben wollte. Aber anstatt es zu tun, saß ich nur da, blickte ins Leere und trank von dem Bier, das ich mir heimlich gekauft hatte. Nebenan spielte ein Mensch, den ich in der atemberaubend kurzen Zeit von vier Monaten zum mir einzigen Vertrauten gemacht hatte, ein uraltes Computerspiel und beantwortete ein Winken im Vorbeigehen mit einem Lächeln. Kannte Sie mich? Wusste Sie von der bleieren Angst, die in diesem Moment in mir wütete, als wäre sie völlig schwerelos? Hatte Sie eine Vorstellung davon, wie schwer es für mich war, einfach wieder in dieses kleine Zimmer zu gehen und weiterzumachen mit dem fruchtlosen Herumhacken auf diesem Notebook, anstatt zu ihr ins Bett zu kriechen? Und wusste Sie, wie unausweichlich, wie dringend notwendig diese scheinbar gefühlskalte Handlung gleichzeitig für mich war? War mir eigentlich klar, wie sinnlos alles war, was ich zu dieser Zeit tat? Wie absurd es allen Menschen um mich herum scheinen musste, dass ich die Kunst zu meinem Gott gemacht hatte, zum Einzigen Ding neben der Liebe, das es wert war, meine Zeit in Anspruch zu nehmen?

Vermutlich nicht. Aber ich bin dennoch froh über den Verlauf dieser Nacht, in der ich mein neues Zuhause endlich zu akzeptieren anfing. Ich fing zwar nicht damit an, endlich den Roman zu schreiben, den zu verfassen ich schon seit Jahren unzähligen Menschen androhe, aber ich verliebte mich wieder, fand mich neu in den so begrenzten Landstrichen des Alphabets, einem der unzweifelhaft schönsten Orte meiner frühesten Kindheitserinnerungen und liess Worte in formvollendeter Choreographie über den Bildschirm tanzen, wie schon seit Monaten nicht mehr. Und ich verliebte mich neu in sie, dieses junge Mädchen im Nebenzimmer, das von all diesen Überlegungen nichts wusste. Das Leben hatte mich wieder. Oder, von außen betrachtet: Genau das Gegenteil davon.

Wort für Wort (XXV)

Mailboxmonologe (I)

"Guten Morgen, hier ist D.K.. Ich finde es langsam Zeit, dass sie mal ihr Auto vor meiner Garage wegnehmen. Jetzt steht's schon seit drei Tagen dort. Sonst muss ich nämlich mal die Polizei anrufen und abschleppen lassen. Ich muss ja auch meine Garage nutzen können, gell? Also bitte das Auto entfernen. Auch, äh, sie ham des Schild gelesen, Ausfahrt Tag und Nacht freihalten, ne? Ok, Danke, Tschüss."

Hidden Visitor III (2007)

Model: Z.

Montag, 8. Oktober 2007

Hidden Visitor II (2007)

Model: Z.

Hidden Visitor I (2007)

Model: Z.

Wort für Wort (XXIV)

"Hmm... alles, was meine Mutter eingepackt hat, finde ich nicht mehr." – "Dann musst Du halt mal alles auspacken. Das ist das, was ich die letzten Tage gemacht habe. Was Du als Nichtstun bezeichnet hast."

Metareflexion, yeah! (XVIII)

Schneeblind und ohne viele Sinnwunden
wüte ich durch Deinen Vorgarten, Kunst,
und trage die Machete
wie eine Wunderwaffe vor mir her,
obwohl sie nur das Werkzeug ist.

Samstag, 6. Oktober 2007

Hermetic Dreams (2007)

Model: Z.

Freistil (XC)

Ausriss (2007)

Irrlichterst Du mich again?
Sinnverwichtelt ohne Niederkunft,
durchtrainiert und abgefuckt, dennoch:
Trockne Rosen auf dem Tisch,
leuchtend in se bräin.

Freistil (LXXIX)

Das kleine Niemandslicht (2007)

Zwischen jedem Tau fällt Regen:
Ohne festen Vorsatz schwebend.

Frischer Schnee lässt warten:
Dein Wort tanzt aus jeder Quelle.

In der Kürze der gebotenen Eile
backe ich wieder Brot
und Uhus umarmen nochmals Ungeheuer:
-.-

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Home (2007)

Bayreuth, Karl-Marx-Str.

Tiefenstrukturanalyse (XII)

3.Oktober 2007

"Mittagsbuffet: Heute 6,90", verkündet groß ein Schild vor dem chinesischen Restaurant um die Ecke. Ein Blick auf den Aushang der Speisekarte daneben verrät dem sptzfindingen Besucher, dass es normalerweise nur 5,50 kostet. Aber es gibt ja was zu feiern, heute.