Suchbegriffe, mit denen verschiedene Google-Benutzer laut meinem abgefahren komplexen Besucherstatistikauswertungsprogramm bei diesem Blog landeten (VII):
-"fotzen abgreifen"
-"schlangenlederhose für frauen"
-"titanic fritzl"
-"dendrophile"
-"bilder von schwanzlutschern"
-"das verarschte schneewittchen märchen"
-"billstedt und horn erschuf gott im zorn"
-"kriminalfall amstetten"
-"haarlose fotzen de"
-"ignaz denner: rezension"
Ich bin wieder einmal erstaunt und stelle fest, dass die Laufkundschaft dieses Blogs (d.h. die Leute, die über Suchmaschinen zu mir finden) zum Großteil aus mehr und weniger perversen Pornofreaks, ein paar durschschnittlichen Verrückten und einigen wenigen Literaturinteressierten besteht. Vielleicht sollte ich das Vokabular meiner literarischen Ejakulationen (ups) in Zukunft zensieren, dann findet zumindest die erste Kategorie gar nicht erst hierhin. Hier gibt's nämlich keine Fotzen. Nur Kunst.
Dienstag, 24. Juni 2008
Metareflexion, yeah! (XXX)
Sonntag, 22. Juni 2008
Briefing (XIII)
Ach ja, bei Ihnen, Herr W.,
wollte ich mich noch einmal explizit bedanken. Dafür, dass sie uns über 600 Kilometer weit fahren haben lassen in dem Glauben, dass wir die Wohnung schon so gut wie sicher hätten, die sie zu vermieten hatten und die uns ganz gut gefiel. Wir hatten uns sehr gefreut, als sich herausstellte, dass wir die allerersten Bewerber waren und waren bester Dinge, als wir auch gleich einen Besichtigungstermin bekamen. Es kam uns zwar etwas spanisch vor, dass Sie wollten, dass wir ihnen eine e-Mail schicken, in der wir ausführlich etwas über uns erzählen, aber was tut man nicht alles für einen schrulligen alten Mann, der das Glück hat, in einem guten Viertel in Hamburg eine Wohnung zu besitzen. Ein bisschen schockiert waren wir dann allerdings, als wir zu unserer Besichtigung ankamen und feststellen musste, dass Sie plötzlich, ohne ein Wort davon zu sagen, eine öffentliche Besichtigung daraus gemacht hatten. Mehr als zwanzig Parteien waren dort auf einmal anwesend. Nein, Herr W., das war nicht wirklich schön, vor allem nicht, weil Sie am Telefon großspurige Versprechungen wie „wer zuerst kommt, malt zuerst und sie waren ja die Ersten“ gemacht hatten.
Da saßen sie dann mit ihrer Brille wie ein Stasi-Offizier in der Küche ihrer etwas abgeranzten Wohnung im fünften Stock, die trotz ihrer Mängel immer noch zu dem Besten gehörte, dass wir an diesem Wochenende besichtigt hatten und baten selbstherrlich in der Reihenfolge des Erscheinens zur Besichtigung alle Parteien zum jeweils viertelstündigen Verhör am Küchentisch, während der Rest draußen im Flur warten musste. Schon äußerlich erschienen Sie mir wie der Prototyp des kafka’schen Bürokraten und ihre ganze Art zu reden und die Leute von oben herab zu behandeln war mir derart zuwider, dass ich am liebsten schon in dieser Situation, obwohl wir ja noch gar nicht „an der Reihe waren“, reingekommen wäre, Ihnen eine runtergehauen und Ihnen gesagt hätte, wo sie Ihre Wohnung hinstecken können. Aber wir waren ja verzweifelt. Es ist so verdammt schwierig, eine gute Wohnung in Hamburg zu finden. Am Besten gefiel mir das Vorzeigepaar, dass vor uns zu Ihnen musste. Die beiden, (Sie: Vollblutblondine, Er: Schwiegermutter’s Liebling), machten riesiges Grinsen zum bösen Spiel. Was ich vom Flur aus mitbekommen hatte, war, wie Sie erklärte: „Wir werden heiraten“ und er kurz darauf eine Kopie seines Arbeitsvertrages hervorzog, um sein regelmäßiges Einkommen zu beweisen. Es hätte nicht mehr viel gefehlt und sie hätte mit „Ich bin schwanger!“ ein weiteres Ass aus dem Ärmel gezogen und er wäre auf die Knie gefallen und hätte angefangen, Sie oral zu befriedigen, Herr W. Aber vermutlich stehen sie genau auf den Typ Mensch. Klar, dass wir beiden Studenten, erste Kandidaten für die Wohnung und Bürgschaft beider Elternteile hin oder her, dagegen keine Chance mehr hatten. Die Mail, die ich Ihnen über uns beide geschrieben hatte, hatten sie ausgedruckt dabei, mit selbsteingefügten Anmerkungen in roter Farbe. Viele Fragen hatten sie dann an uns im Gegensatz zu allen anderen keine mehr, vermutlich hatten sie uns schon im Kopf fett durchgestrichen.
Irgendwie, Herr W., bin ich ja doch, wie am Anfang der Mail schon angedeutet, ganz dankbar, dass sie nicht angerufen haben. Denn Sie sind mit Abstand einer der unsympathischsten Menschen, denen ich seit langer, langer Zeit begegnet bin, und das liegt wirklich nicht daran, dass sie uns eine Wohnung nicht gegeben haben (wir haben an dem Wochenende so viele nette Leute kennengelernt und nette Absagen kassiert). Jemanden wie Sie als Vermieter zu haben, wäre auch nicht wirklich witzig. Aber die Wohnung hätte uns echt gefallen und wenn ich an die riesige Enttäuschung zurückdenke, die ich und meine Freundin direkt nach der Besichtigung empfanden, dann glaube ich, dass ich doch noch in irgendeiner persönlicheren Form meinen Dank zum Ausdruck bringen muss. Ich werde gleich mal nachsehen, ob ich Ihre Adresse noch gespeichert habe...
Auf diesem Weg beste Wünsche aus Bayreuth,
Ihr Sebastian B.
Instant Poetry (CIII)
Versplittert, zum Teil ganz zermalen
zu einfarbigen Staub, der nie wieder Stein wird
hängt quirlig herum mein Verstand.
Samstag, 21. Juni 2008
Der Musikjournalist (II)
Das aktuelle Death Cab For Cutie-Album "Narrow Stairs" von Atlantic erhielt ich in einer scheußlichen, nur mit schwarzer Tracklist bedruckten Promo-Version ohne Hülle, die zudem mit Warnhinweisen darüber zugepflastert ist, dass diese CD ein Wasserzeichen enthält, das mich im Falle einer illegalen Verbreitung der Musik über das Internet ausfindig machen lässt. Das Ganze ist ziemlich ärgerlich, denn wenn ich schon für zwei Magazine über eine Band schreibe und damit in jedem Falle Werbung für ein neue Platte mache, dann will ich wenigstens einen Gegenwert in Form einer richtigen Version des Albums inklusive Artwork und Booklet haben. Noch ärgerlicher ist allerdings, dass man die CD gar nicht erst am PC abspielen kann, was dazu führt, dass ich das Notebook mit zu meiner Stereoanlage schleppen muss um dort das Album zu rezensieren. Nochmal mache ich das nicht. Die nächste Atlantic-Veröffentlichung, die in dieser Form hier ankommt, wird von mir schlicht und einfach nicht besprochen.
Freitag, 20. Juni 2008
Rezensionen (V): Slipknot
Review: Slipknot - 'All Hope Is Gone'
(2008/Musik:Song)
Nachdem Corey Taylor zuletzt zum zweiten Mal seine melodische Seite bei Stone Sour ausleben durfte, kehrt in Kürze die Band zurück, die eben dieses Zweitprojekt mit ihrem riesigen Erfolg erst möglich machte. Vorab kann man sich schon einmal den ersten neuen Song der neunköpfigen Ami-Band namens Slipknot auf roadrunnerrecords.com kostenlos herunterladen: 'All Hope Is Gone' heißt das Stück, das ausdrücklich nicht die offizielle Single des gleichnamigen Albums, sondern eher ein Appetizer sein soll. Zu selbigem taugt es ganz gut: Slipknot hauen auf die Kacke als wären sie eine überdrehte Trash-Groove-Metal-Band und haben sogar ein ganz passables Gitarrensolo in den Track integriert. Vom New Metal der Anfangstage ist hier jedenfalls kaum noch etwas zu finden. Insgesamt bleibt der Song aber dennoch mächtig belanglos: Melodische, grunge-artige Alice-In-Chains-Gesangslinien, die das letzte Album deutlich prägten und veredelten oder subtile Elemente sucht man bei vergebens, dafür wird ein platter Chorus hundertmal wiederholt, mächtig auf die Instrumente eingedroschen und laut gebolzt, was zum Glück durch die recht passable Produktion nicht zu einem totalen Soundbrei führt, auch wenn die Gitarren etwas zu weit nach hinten gemischt scheinen. Die Fans werden es wohl mögen, musikalisch gesehen ist 'All Hope Is Gone' leider ziemlich belanglos.
4 von 10 Punkten.
NeuRosen (XLVI)
Mit der zunehmenden Arbeit an Aufträgen und an Projekten fremder Menschen und der damit einhergehenden, immer mehr mangelnden Zeit zum Freistil verliere ich langsam die Fähigkeit und die Leidenschaft, eigene Dinge zu (er)finden. Meine Photographie begeistert mich nicht mehr selbst, meine Worte sind leere Hülsen von etwas, das einmal von Bedeutung war. Ich hoffe, dass das nur eine gewöhnliche Blockade ist und mache einfach weiter wie bisher.
Freistil (CLXXIII)
Ein alter Mann auf dem Gehsteig
schläft endgültig ein und ist fort.
Zwei Häuserblocks weiter, neben Dir liegend,
vermute ich Dinge und liege nicht falsch.
Donnerstag, 19. Juni 2008
Begegnungen (I)
Auf der Schanzenstraße spricht mich ein bärtiger Obdachloser an, der ein bisschen wie Harry Rowohl oder Karl Marx aussieht: "Hast Du mal 'ne Mark?" Ich weise ihn nicht darauf hin, dass es inzwischen seit 8 Jahren eine neue Währung gibt, sondern antworte freundlich und wahrheitsgemäß im Vorbeigehen mit den Worten "leider nicht", worauf er resignierend entgegnet: "Du lügst doch". Ich drehe mich noch einmal um: "Ich habe selbst nicht viel Geld, sorry". In jetzt agressiverem Ton gibt er mir zur Behebung dieses Problems folgenden Ratschlag: "Dann geh doch mal arbeiten, Mann!"
Dienstag, 17. Juni 2008
Spam (XVI)
Sollte hier zufällig ein wohlhabender Mensch mitlesen, der ein wie auch immer geartetes Interesse an mir, meiner Arbeit oder schlicht an der Aufrechterhaltung dieses Blogs hat und der einen Künstler und Journalisten, der zwar mehr als genug Ideen und Arbeit, aber weniger Geld als ein Hartz IV-Empfänger hat, unterstützen will, dann würde ich mich über eine Spende in beliebiger Höhe (gerne auch anonym) auf das folgende PayPal-Konto freuen (einfacher: Den Button ganz unten auf der Webseite hier anklicken):
raventhird(at)gmx.net*
Auftragsarbeiten, Anfragen zu Photoshootings oder Jobangebote aus dem Großfeld 'Journalismus' hingegen gehen bitte wie immer an die eMail-Adresse, die exakt genauso lautet.
*bitte das "(at)" in jedem Fall durch ein "@" ersetzen.
Montag, 16. Juni 2008
Der Musikjournalist (I)
Frisch aus der Post gefischt: Ein Päckchen von Roadrunner. Darin: Das kommende Soulfly-Album "Conquer" (VÖ: 29.07.) in einer leider sehr billigen Promo-Version, die ein bisschen aussieht wie eine selbstgebrannte CD mit selbstausgedrucktem Cover. Aber die Musik wird das vermutlich aufwiegen, schließlich ist das sechste Album von Max Cavaleras zweiter großer Band nach Sepultura nicht nur Nachfolger der bisher stärksten Soulfly-Scheibe "Dark Ages", sondern auch die erste Veröffentlichung des wohl einzigen World-Music-Metallers nach dem grandiosen Nebenprojekt Cavalera Conspiracy. Ich bin gespannt. Eine Rezension folgt demnächst.
Freistil (CLXXII)
Verzaustes Niemandslicht
im Stadtgebrodel.
In den Hinterhöfen
kotzen die Menschen
auf den Beton.
Donnerstag, 12. Juni 2008
Instant Poetry (CI)
auf ewig diese Lust, wenn da
von Woge zu Woge das Pferd führt:
Uns gefiel wohl mein Fuss.
Freistil (CLXXI)
Tagebuch des für Anfang August geplanten Umzuges von Bayreuth nach Hamburg (V):
So. Ein paar neue Wohnungsangucktermine haben wir noch bekommen, die Schlafgelegenheit geht inzwischen auch klar und in einer Stunde geht's los. Wir hören uns in vier Tagen.
Montag, 9. Juni 2008
Freistil (CLXX)
Tagebuch des für Anfang August geplanten Umzuges von Bayreuth nach Hamburg (IV):
Wir fahren am Donnerstag nach Hamburg und haben erst schlappe vier Besichtigungstermine, von denen einer ziemlich zweifelhaft ist. Miss Z. ist krank und unsere Übernachtungsmöglichkeit in der Stadt reagiert nicht auf Anrufe und eMails. Ich werde also 150 Euro, die ich nicht habe für eine Fahrt ausgeben, die nichts bringt. Zum heulen.
Sonntag, 8. Juni 2008
Rezensionen (IV): Metallica
Band-Komplettreviews (I):
Metallica.
• Kill 'Em All (1983) - sehr wütendes, aggressives Erstlingswerk mit Potential 7/10
• Ride The Lightning (1984) - der Quantensprung, schneidende Thrash-Metal-Riffs und gezupfte Passagen in vielschichtigen Songs, almost perfekt. 9/10
• Master Of Puppets (1986) - nochmal genau das gleiche, nur diesesmal in absoluter Perfektion, eines der besten Metal-Alben überhaupt. 10/10
• ...And Justice For All (1988) - leicht überladenes, progressivstes Werk der Band. 8/10
• Black Album (1991) - kongeniale Mischung aus Rock und Metal in langsamerer Gangart. 10/10
• Load (1996) - großartig-bluesige Neuerfindung inmitten des Alternative der 90er. 9/10
• ReLoad (1997) - zum Teil nur aufgewärmter Kaffee, der bei den Load-Sessions stehenblieb. 6/10
• St.Anger (2003) - Lars Ulrich trommelt auf Fässern, die Band versucht zwanghaft modern und hart zu klingen. 4/10
Freistil (CLXIX)
Ich laufe fast jede Nacht zu Fuß durch Bayreuth. Ich will so viel wie möglich von der Stadt sehen, bevor ich verschwinde und das geht nur in den Stunden zwischen ein und drei Uhr, weil man nur dann einen richtigen Blick auf die vom halbdunkel des Kunstlichts betonten Gebäude werfen kann, ohne von Verkehr und Passanten abgelenkt zu werden. Man trifft um diese Uhrzeit nur noch Katzen in der Stadt. Es gibt verdammt viele hier, man sieht sie nur tagsüber nicht und sie haben ihre Reviere mitten in Stadt zwischen den ganzen Wohnhäusern. Ich würde gerne sehen, wie ein Stadtplan aussehen würde, wenn man nicht die von Menschen definierten Stadtteile eintragen würde, sondern die von jeweils einer Katze kontrollierten Gebiete. Meine Lieblingskatze ist schwarz und hat eine weiße Stelle am Ende des Schwanzes. Sie wohnt gleich hier um die Ecke. Ich habe sie Moojauw getauft, was sicherlich kein sonderlich origineller, aber ein passender Name für sie ist, denn sonderlich viel Charakter hat sie nicht (auch wenn das bei einer Katze immer noch heißt, dass sie mehr Charakter als die meisten Menschen hat) und ich bilde mir ein, dass das daran liegt, dass sie eine Stadtkatze ist und die richtige Natur höchstens vom Hörensagen kennt. Bisher traf ich Moojauw fünf Mal, und jedesmal, wenn sie mich in der Ferne um eine Ecke biegen sieht, erschrickt sie zuerst, geht in eine geduckte Haltung und beobachtet dann jede meiner Bewegungen ganz genau. Wenn ich in dem Moment ein falsches Signal sende, entschlüpft sie durch irgendeinen Zaun in einen Hinterhof und kommt nicht mehr hervor. Wenn ich aber in die Knie gehe und leise ihren Namen rufe und mich dann mit ausgestreckter, flacher Hand und in geduckter Haltung ihr nähere, ohne zu rennen oder ohne zu deutlich zu machen, dass ich sie unbedingt erreichen will, wenn ich also auf die mit Interesse, aber ohne zu starke Fixierung vorsichtig auf sie zugehe, dann lässt sie sich sich einfach auf die Straße fallen, deren Teer von der Sonne auch in der tiefen Nacht noch ein bisschen warm ist und wälzt sich von einer Seite auf die andere, bis ich ankomme und ihr den Nacken kraule. Sie schnurrt dann ziemlich laut und guckt mich verschwörerisch an, so als wäre ich eines der wenigen Lebewesen, die verstehen, was hier draußen vor sich geht, mitten in der Nacht. Sie erinnert mich ein kleines bisschen an mich selbst.
Samstag, 7. Juni 2008
Freitag, 6. Juni 2008
Spam (XV)
Segam & Andi B. (mit bürgerlichen Namen heißen die Jungs Mario Mages und Andreas Bauer) und das von mir gedrehte Video zum Song "Lagerhaus" waren gestern bei Quer zu sehen. Den Beitrag kann man sich hier nochmal angucken.
Donnerstag, 5. Juni 2008
Instant Poetry (C)
Mit siebzehn Augen späht die Kreatur
direkt in dein Gehirn hinein und sieht:
Das, was doch nie jemand sehen sollte,
nämlich Dich.
Du drehst Dich um und läufst nach Westen,
die Flucht ist sinnlos, wie Du selbst erahnst.
Freistil (CLXVIII)
Tagebuch des für Anfang August geplanten Umzuges von Bayreuth nach Hamburg (III):
Es wäre ein Wunder, wenn das alles klappen würde.
If we were characters from South Park...

...we'd look like that :). Simpsons-Version is here.
Mittwoch, 4. Juni 2008
Spam (XIV)
Holy Shit! Ich habe gestern/heute (je nach Zeitzone) meine dritte "Daily Deviation" bei deviantart gewonnen. Dabei ist die zweite doch gar nicht so lange her :).










